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Weniger Hatkrebs-Patienten in der Region

Bild: AOK

In den Jahren 2018 bis 2022 ist die Anzahl der Erkrankten in der Region Bodensee-Oberschwaben um 12,5 Prozent gesunken. Darauf hat die AOK hingewiesen und Tipps gegeben, unter welchen Kriterien auffällige Hautstellen begutachtet werden sollen.

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Gerade jetzt, wenn die Temperaturen wieder steigen und die Sonne erstrahlt, ist Vorsicht geboten. Vor allem ein Sonnenbrand aufgrund zu hoher Sonneneinstrahlung schadet der Haut und kann Hautkrebs verursachen. „Im Bodenseekreis und im Landkreis Ravensburg ist die Anzahl der Erkrankten von 2018 bis 2022 gesunken. Im Landkreis Sigmaringen ist die Anzahl dafür leicht gestiegen“, sagt Markus Packmohr, Geschäftsführer der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben. Im Landkreis Ravensburg waren 2018 357 Menschen betroffen, 2022 waren es 280. Im Bodenseekreis ging die Zahl von 225 auf 184 zurück. Die Anzahl der Erkrankten, die im Landkreis Sigmaringen leben, stieg von 202 auf 222. „Anlehnend an den Hitzeaktionstag Anfang Juni bieten wir in einigen Freibädern in der Region Hautscreenings an. Es wird getestet welcher Hauttyp man ist und wie hoch der Melatoningehalt der Haut ist.“

Es gibt zwei Arten von Hautkrebs: den schwarzen und den weißen. Vor allem der schwarze Hautkrebs ist oft gefürchtet, weil er sehr früh Metastasen bilden kann. Der weiße Hautkrebs, welcher zwar öfter vorkommt und aggressiv ist, bildet hingegen nur selten Metastasen. Hautkrebs wird oftmals durch Strahlentherapie, durch eine hohe Anzahl an angeborenen Leberflecken oder durch Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, ausgelöst. Auch Solarien oder übermäßige Sonneneinstrahlung sind Risikofaktoren, weshalb zur Vorbeugung von Hautkrebs darauf verzichtet werden sollte.

Dr. Ralph Bier, Mediziner bei der AOK Baden-Württemberg, erklärt: „Menschen mit heller Hautfarbe haben ein höheres Risiko an Hautkrebs zu erkranken.“ Daher sollten diese besonders auf ausreichend Schutz achten. „Den besten Schutz bieten Schatten, Kleidung, Hut und Sonnenbrille. Unbedeckte Haut mit Sonnenschutzmitteln einzucremen, ist für diese Körperregionen der beste Schutz vor Hautkrebs förderndem Sonnenbrand.“ Eine aktuelle forsa Befragung im Auftrag der AOK Baden-Württemberg zeigt: die Mehrheit der Menschen geht bereits als Vorbild voran. Insgesamt 67 Prozent der Befragten nutzen Sonnenschutzmittel, um sich vor der Sonne zu schützen. 64 Prozent tragen eine Sonnenbrille und einen zu langen Aufenthalt in der Sonne vermeiden 55 Prozent.

Wenn Hautkrebs frühzeitig erkannt wird, ist er in den meisten Fällen heilbar. Deshalb rät Dr. Ralph Bier dazu, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Ab einem Alter von 35 Jahren haben Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf einen kostenfreien Hautkrebs-Check. Doch auch selbst kann schwarzem Hautkrebs vorgebeugt werden. Mit der ABCDE-Regel kann zwischen Muttermalen und schwarzem Hautkrebs unterschieden werden.

Dabei stehen die Buchstaben für Veränderungen von Muttermalen:

  • A – Asymmetrie: Das Hautmal ist ungleichmäßig geformt, also nicht rund oder oval.
  • B – Begrenzung: Der Rand des Hautmals ist verwaschen, gezackt oder uneben und rau oder hat zungenförmige Ausläufer.
  • C – Colorit (Färbung): Das Hautmal ist unregelmäßig und uneinheitlich gefärbt, manchmal von tiefschwarz bis hell.
  • D – Durchmesser: Das Hautmal ist an seiner größten Stelle breiter als 5 Millimeter.
  • E – Entwicklung: Das Hautmal ist neu oder verändert seine Größe, Form, Farbe oder Oberfläche und zeigt sich zum Beispiel erhaben.

Weißer Hautkrebs zeigt sich oft durch Knoten oder entfärbte Hautstellen, die über Wochen bleiben und über Monate oder Jahre langsam wachsen. Bei Auffälligkeiten sollte die Stelle sowohl bei schwarzem als auch bei weißem Hautkrebs einer Ärztin oder einem Arzt gezeigt werden.

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