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Ravensburg Schussental

Vielen Festen und Events droht die Absage

Nachdem sich immer mehr abzeichnet, dass Gruppen und Institutionen auf eigene Faust ein alternatives Rutenfest starten wollen, mahnt der Gemeinderat eindringlich zur Vernunft, sich an die weiterhin geltenden Regeln und Kontaktbeschränkungen zu halten. Bild: Kim Enderle

Das kulturelle Leben steht weiterhin still. Neben den schwer bezifferbaren Verlusten des Einzelhandels und der Gastronomie –Branche wird das Jahr 2020 mit der Corona-Pandemie weitere schwere Opfer mit sich bringen. So sind laut dem aktuellen Beschluss der Ministerpräsidenten bis mindestens 31. August sämtliche Großveranstaltungen verboten. Viele traditionelle Veranstaltungen und Feste stehen damit vor der Absage.

Mit Spannung blickten am gestrigen Mittwochabend viele Bürger, aber auch Verantwortliche von Vereinen und Institutionen in Richtung Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in einer Pressekonferenz die Eckpunkte der weiteren Corona-Vereinbarungen mit den Ministerpräsidenten der Länder vorstellte. Ein schon kurz vorher durchgesickerter Eckpunkt dürfte viele Bürgerinnen und Bürger quer durch alle Altersklassen besonders getroffen haben. Bis 31. August sind Großveranstaltungen untersagt. Versehen ist dieses Verbot mit dem zeitlichen Zusatz: mindestens. Zwar ist es Ländersache, den Begriff einer Großveranstaltung genauer zu definieren, anhand der bisherigen Regelungen und Verordnungen dürften jedoch klar sein, dass insbesondere an Heimatfeste und Events mit hohem Zuschaueraufkommen nicht zu denken ist. Der Blutritt in Weingarten wurde schon vor zwei Wochen abgesagt, auch der Ravensburger Stadtlauf folgte kurz danach. Weitere Highlights im kulturellen Jahreskalender könnten wohl leider folgen, auch wenn die offiziellen Bestätigungen jeweils noch ausstehen. Beispiele sind das Frühlingsfest in Schmalegg an Pfingsten oder das Rettichfest in Oberhofen oder das Kinderfest in Weißenau.

Noch offen ist die Antwort beim Welfenfest in Weingarten und Rutenfest in Ravensburg, hier wollen die verantwortlichen Kommissionen zunächst sämtliche Optionen ausloten. Denkbare Szenarien wären beispielsweise Verschiebungen in den Herbst hinein oder neue Formate. Schwer vorstellbar sind allerdings abgespeckte Versionen, welche den derzeit und wohl noch länger erforderlichen hygienischen sowie kontaktrelevanten Anforderungen gerecht werden würden.

Prinzipiell vom definierten Datum „31. August“ betroffen sind auch Sport-Events wie der Ravensburger Triathlon, die Saison der Ravensburg Razorbacks in der GFL1 oder Testspiele der Ravensburg Towerstars. Letztere können derzeit zumindest weiter hoffen, dass am Start der DEL2 Hauptrunde Mitte September festgehalten werden kann.