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Towerstars verlieren in Crimmitschau knapp

Schütze des einzigen Treffers war Erik Karlsson. Bild: Kim Enderle

Die Ravensburg Towerstars haben eine weitere Möglichkeit ausgelassen, unter die Top 4 der DEL2-Tabelle vorzurücken. Bei den Eispiraten Crimmitschau unterlagen die Oberschwaben mit 1:2, dabei blieben fünf Überzahlchancen gänzlich ungenutzt.

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Die Towerstars starteten nach mehrwöchiger Pause wieder mit Nico Pertuch zwischen den Pfosten, zudem standen Luca Hauf und Nicolas Schindler vom ERC Ingolstadt sowie Niklas Hübner von den Schwenninger Wild Wings in der Aufstellung. Nicht dabei waren hingegen Simon Sezemsky sowie die Langzeitverletzten Matej Mrazek und Nikita Kessler.

Bei erwartungsgemäß frostigen Temperaturen im Eisstadion am Sahnpark in Crimmitschau hatten die Oberschwaben einen Blitzstart im wahrsten Sinne des Wortes. Nach dem Anspielbully brauchten die Towerstars nur drei Pässe, ehe der völlig freistehende Erik Karlsson die Scheibe mit Unterstützung von Eispiraten-Torhüter Christian Schneider zum 0:1 ins Tor schob. Gerade einmal 16 Sekunden waren da gespielt. Die frühe Führung sorgte für Selbstvertrauen, auch danach agierten die Ravensburger Cracks mit Druck und unterbanden mit gutem Forechecking den Spielaufbau der Westsachsen. Diese kamen in der 7. Minute zu ihren ersten guten Chancen, als Robbie Czarnik wegen eines Bandenchecks für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Die Towerstars überstanden die Unterzahl zwar ohne wirkliche Probleme, Crimmitschau war danach aber deutlich besser im Spiel und Nico Pertuch hatte einiges an Arbeit zu bewältigen. Blieb der Ravensburger Keeper zunächst ohne Probleme, setzte es in der 14. und 16. Minute gleich zwei Gegentreffer. Beim 1:1 durch Tim McGauley wurde die Defensive samt Keeper mit einem Pass auf halblinks überrascht, zwei Minuten später fiel der Gegentreffer nach einem 1-gegen-3-Konter. Zwar gab es zwei Möglichkeiten zum postwendenden Ausgleich, es blieb bis zur ersten Pause jedoch bei der 2:1-Führung für Crimmitschau.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts waren die Towerstars anfällig für Abstimmungsschwierigkeiten, was sich im weiteren Verlauf jedoch besserte. Auch nach vorne lief es besser und die Angriffe wurden wieder druckvoller in Richtung Tor der Gastgeber vorgetragen. Die Chancenverwertung war jedoch nicht optimal, auch bei einem Powerplay in der 26. Minute hatte Eispiraten-Keeper Christian Schneider freie Sicht. Die große Chance auf den Ausgleich ließen die Towerstars wenig später aus. Bei einer weiteren Überzahl, über eine Minute sogar bei 5 gegen 3, brachten die Towerstars keinen Schuss auf das gegnerische Tor. Dass der Rückstand bis zur zweiten Pause nicht größer wurde, war mitunter Nico Pertuch zu verdanken. Er spitzelte Tim McGauley bei dessen Alleingang vor dem Abschluss die Scheibe vom Schläger.

Der Schlussabschnitt startete für die Towerstars äußerst knifflig. Aufgrund eines strafbaren Wechselfehlers waren die Towerstars erneut dezimiert und Nico Pertuch hatte in den nachfolgenden zwei Minuten enorm viel zu tun. Danach kämpften sich die Towerstars immer mehr ins Spiel zurück, es fehlten aber die zündenden Ideen – sowohl beim Spielaufbau als auch während der Präsenz in der gegnerischen Zone. Die Riesenchance auf den Ausgleich bot sich den Towerstars ab der 56. Minute. Vier Minuten lang konnten die Towerstars in numerischer Überzahl agieren, Coach Bo Subr holte dann auch alsbald seinen Keeper vom Eis. Doch auch bei 6 gegen 4 wollte der Ausgleich nicht mehr fallen.

Towerstars-Coach Bo Subr war nach dem Spiel entsprechend enttäuscht: „Wir waren nach der frühen Führung viel zu bequem, die beiden Gegentreffer hätten so nicht fallen dürfen. Das Problem war aber, dass wir aus unseren Chancen und den Powerplays wieder einmal viel zu wenig gemacht haben. Wir waren schlichtweg nicht gut genug heute und haben deshalb zum dritten Mal gegen Crimmitschau verloren.“

Durch die Auswärtsniederlage büßten die Towerstars einen Tabellenplatz ein und sind nun Sechster. Zwar verloren auch Regensburg und Landshut ihre Dienstagsspiele, davon profitierten aber nur die Bietigheim Steelers, die sich mit einem 5:1-Auswärtssieg in Landshut überraschend auf Platz 4 vorschoben.