Auch in diesem Jahr realisieren die Bio-Musterregionen Biberach, Bodensee und Ravensburg gemeinsam mit der Ravensburger Veranstaltungsgesellschaft eine eigene Bio-Markthalle auf der Oberschwabenschau in Ravensburg. Dafür gibt es neue Impulse: In einem gemeinsamen Projekt entwickelten Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Ravensburg Ideen, um die Halle attraktiver zu gestalten und ihre Wirkung über den Messezeitraum hinaus zu stärken. Für die Umsetzung dieser entwickelten Ideen wurde ein Förderantrag beim Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg gestellt. Knapp 20.000 € Förderung wurden bewilligt und stehen für die Umsetzung nun zur Verfügung.
Seit 2024 gibt es die Bio-Markthalle auf der Oberschwabenschau, federführend organisiert von den drei Bio-Musterregionen Biberach, Bodensee und Ravensburg. Ziel ist es, regionale Bio-Betriebe sichtbarer zu machen und insbesondere kleineren Bio-Unternehmen aus der Region mit einer weitreichenden Förderung der Standkosten eine vergünstigte Teilnahme an der Messe zu ermöglichen. Bis zu acht Betriebe können pro Region gefördert werden.
In der Bio-Markthalle präsentieren die teilnehmenden Betriebe ihre Produkte, Höfe und persönliche Geschichten. Gleichzeitig erhalten Besucherinnen und Besucher Informationen zum ökologischen Landbau und können regionale Bio-Produkte in besonderer Atmosphäre kennenlernen und probieren. Der gemeinsame Auftritt fördert zudem die Vernetzung der Ausstellenden untereinander, sodass in den vergangenen Jahren dadurch bereits einige Kooperationen entstanden sind.
Im Mittelpunkt des neuen Projektes „Marktplatz der Zukunft“ standen Studierende aus den Studiengängen „Agrarwirtschaft“ und „Messe-, Event- und Kongressmanagement“ der DHBW Ravensburg. In drei freiwilligen Workshops entwickelten sie gemeinsam mit den Bio-Musterregionen Ideen zur besseren Präsentation der Bio-Markthalle sowie zur Ansprache von Kindern und jungen Familien. Darüber hinaus erarbeiteten sie einen Aussteller-Leitfaden mit Vorschlägen für Kundenbindung, Wissensvermittlung und zur nachhaltigen Wirkung der Messe für den einzelnen Betrieb über den eigentlichen Messezeitraum hinaus. „Das Projekt verbindet akademische Ausbildung und regionale Praxis. Daran sind wir als Duale Hochschule immer interessiert und sind daher sehr glücklich, dass die Bio-Musterregionen dazu auf uns zugekommen sind“, so Professor Stefan Luppold, der den Studiengang Messe-, Event- und Kongressmanagement an der DHBW Ravensburg leitet. Die Bio-Musterregionen planen aufgrund dieser ersten erfolgreichen Zusammenarbeit im kommenden Semester ein Thema für ein Integrationsseminar an der DHBW Ravensburg einzureichen.
„Die Arbeit mit den Studierenden war sehr gewinnbringend. Ich denke wir haben alle viel voneinander gelernt, denn hier trafen ganz unterschiedliche Expertisen aufeinander. Das hilft einen neuen Blick auf die eigenen Themen zu gewinnen. Ich war begeistert mit wie viel Engagement die Studierenden bei einem für sie freiwilligen Projekt bei der Sache waren.“, so Katharina Eckel, Regionalmanagerin der Bio-Musterregion Ravensburg.
Die Ergebnisse werden auf der Oberschwabenschau vom 14. bis 18. Oktober 2026 zu erleben sein. In diesem Jahr findet sich die Bio-Markthalle zum ersten Mal in Halle 13. Auf einer neuen Aktionsfläche, die auch von den Studierenden entwickelt wurde, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein breites Angebot: Von einem Quiz über Wettmelken bis hin zum Bemalen von Stoffbeuteln. Für Kinder gibt es ein kostenloses Stickerbuch, dessen Sticker bei den verschiedenen Ständen der Bio-Markthalle gesammelt werden können. Wer alle Sticker gesammelt hat wird am Stand der Bio-Musterregionen mit einer Überraschung belohnt. Ein Besuch lohnt sich also für alle Altersgruppen!

