Für ein optisch prägendes, wie logistisch wichtiges Bauwerk hat die Stadt Ravensburg gemeinsam mit den Projektverantwortlichen und Vertretern des Gemeinderats den symbolischen Spatenstich gefeiert. Bis Mitte des nächsten Jahres entsteht über dem unteren Bereich der Wangener Straße eine Fußgänger- und Radbrücke.
„Das ist hier ein besonderer und erfreulicher Anlass, vor allem für die Menschen in der Oststadt“, eröffnete Oberbürgermeister Daniel Rapp den symbolischen Spatenstich am Dienstagnachmittag. „Diese Brücke ermöglicht einen sicheren Weg für die Bewohner eines dynamisch wachsenden Stadtteils in das Herz der Stadt“, betonte Rapp. Das Stadtoberhaupt wies darauf hin, dass durch die Nachverdichtung auf den früheren Gewerbeflächen wie dem Bezner-Areal oder aktuell dem weit fortgeschrittenen Projekt „Lumperhöhe“ rund 1.500 Menschen neuen Wohnraum gefunden haben. Auch für den Schulweg zur Grundschule „St. Christina“ sei die neue Brücke enorm wichtig. „Dort werden sich die Schülerzahlen in den nächsten Jahren verdoppeln“, ergänzte das Stadtoberhaupt.

Rapp lobte auch den Entwurf des Konstruktionsbüros Schlaich, Bergermann und Partner GmbH aus Stuttgart, das bereits andere beachtliche Projekte in Deutschland realisiert hat. Die Konstruktion sieht vor, dass die rund 90 Meter lange und 4 Meter breite Brücke auf nur einer Y-förmigen Stütze getragen wird. Durch die leicht geschwungene Form konnte der Eingriff in den Baumbestand an der St. Christina Steige deutlich reduziert werden. Nicht nur die Konstruktion, sondern auch die spätere Beleuchtung gilt als innovativ und energiesparend. So sollen smart steuerbare LED-Leuchten den Radfahrern oder Fußgängern den Weg wie ein Lauflicht vorausleuchten und nicht dauerhaft oder träge zeitgesteuert beleuchtet sein. Freuen werden sich die späteren Nutzer der Brücke auch darüber, dass es keinen Höhenunterschied zu überwinden gibt.
Rund fünf Millionen Euro sind für die kombinierte Rad- und Fußgängerbrücke an Kosten veranschlagt, rund 70 Prozent davon übernimmt das Land Baden-Württemberg. Die Vorarbeiten an der Wangener Straße für die Y-Stütze sind bereits im Gange. Ab Mitte des Jahres 2026 sollen die Bewohner der östlichen Wohngebiete dann bequem und sicher in die Innenstadt gelangen.


