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LKA startet Präventionsprogramm gegen Verschwörungstheorien und Antisemitismus

Bild: LKA

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA BW) und das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) haben beim 29. Deutschen Präventionstag in Cottbus ein neues, gemeinsam entwickeltes Präventionsformat vorgestellt.

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Das 2023 von Illustrator Marian Meinhardt-Schönfeld gezeichnete Wimmelbild war bisher als DIN A1-Plakat bei Präventionsveranstaltungen oder im Unterricht im Einsatz. Ab sofort steht eine interaktive, animierte Online-Version zur Verfügung, in der Nutzerinnen und Nutzer über sechzig verschwörungsrelevante Hinweise und mögliche Radikalisierungsanzeichen finden können. Ist ein Hinweis entdeckt, werden mit einem Klick Erklärungen und weiterführende Informationen angezeigt. Alle gefundenen Hinweise werden gezählt und als erzieltes Ergebnis dargestellt.

„Online, partizipativ und mit Gaming-Faktor: Mit diesem zielgruppenorientierten Setting erreichen wir noch mehr junge Menschen und informieren sie über Erkennungs- und Radikalisierungszeichen sowie dahinterstehende Narrative. Unser Ziel ist es, sie darin zu stärken, Zivilcourage zu zeigen und gemeinsam gegen Antisemitismus und Verschwörungsmythen einzustehen“, so Andreas Stenger, Präsident des LKA BW.

Ab sofort kann das Online-Tool unter www.zivile-helden.de/wimmelbild aufgerufen werden. Es ist über Tablets, den Desktop, digitale Tafeln oder Smartphones nutzbar. Auf der Internetseite steht darüber hinaus auch der prämierte interaktive Kurzfilm „Chris + Lea“, Kontaktadressen von Beratungsstellen und Verhaltenstipps der Polizei bereit.

Das Wimmelbild kann zudem weiterhin kostenlos über das Medienportal des ProPK auf www.polizei-beratung.de als DIN A1-Plaktat bestellt und als PDF-Datei heruntergeladen werden.

„Das interaktive Wimmelbild ist ein weiterer Baustein in unserem bundesweiten Präventionsangebot zu Extremismusgefahren. Nicht zuletzt angesichts der aktuellen Fallzahlen zur politisch motivierten Kriminalität ist es dringend geboten, die Prävention in diesem Handlungsfeld weiter zur forcieren,“ sagt Joachim Schneider, Geschäftsführer des ProPK.

Aber wie verhalte ich mich richtig bzw. was kann ich tun? Tipps der Polizei für den zivil couragierten Umgang mit Verschwörungsmythen

  • Betrachten Sie Texte und Überschriften kritisch.
  • Prüfen Sie Quellen und Absender genau.
  • Überprüfen Sie die Fakten – hier helfen. Faktenchecker-Seiten wie beispielsweise Correctiv.org, Tagesschau.de, Mimikama.at oder BR.de.
  • Melden Sie Inhalte, die Verschwörungsmythen enthalten, direkt beim Onlinedienst als solche, damit sie gelöscht werden.
  • Weisen Sie den Urheber oder die Urheberin der Meldung respektvoll darauf hin, dass er oder sie Verschwörungsmythen verbreitet.
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