BAD WALDSEE
Die FDP hat ihr Kandidatenduo für den Wahlkreis 68 Wangen zur Landtagswahl im nächsten Jahr aufgestellt. Auf einer Versammlung in Bad Waldsee wurde am Dienstag der Unternehmensberater Frank Scharr (64) als Erstkandidat gewählt. An seiner Seite geht die Verwaltungsfachwirtin Lena Braun (28) aus Bad Waldsee als Zweitkandidatin ins Rennen. Beide wurden einstimmig von den stimmberechtigten Mitgliedern der Freien Demokraten gewählt.
In seiner motivierten Bewerbungsrede machte Frank Scharr deutlich, dass er die Zukunft für die ländlichen Regionen und ganz Baden-Württemberg in einem Dreiklang aus dem bestmöglichen Bildungsangebot, einer starken heimischen Wirtschaft und Infrastruktur sowie einer konsequenten Digitalisierung sieht. „Wir dürfen nicht die Ambition verlieren, wirtschaftlich wieder auf ein Top-Niveau zu kommen. Deshalb müssen wir gerade jetzt in der Krise unsere Unternehmen und auch die Bürger von übermäßiger Bürokratie befreien“, so FDP-Bewerber Scharr und legte direkt die Zielmarke fest: „Grün-Schwarz hat uns in Baden-Württemberg in allen Bereichen ins Mittelfeld abrutschen lassen. Wir wollen endlich wieder zurück an die Spitze im Ländervergleich.“
Zweitkandidatin Lena Braun stellte in ihrer Bewerbungsrede die Bildungspolitik in den Vordergrund: „Ich werde mich für ein leistungsstärkeres Schulsystem in Baden-Württemberg einsetzen. Auch hier müssen wir aus dem hinteren Mittelfeld wieder auf eine Spitzenposition kommen“, findet Braun. Eine verbindliche Grundschulempfehlung helfe das Profil der Schularten wieder zu schärfen und jedem Kind die optimale Förderungen für sein Talent zuteil werden zu lassen, so Braun.
Einig war sich das Bewerber-Team der Freien Demokraten für die Landtagswahl bei der Bedeutung der Digitalisierung im ländlichen Raum. „Schnellstes Internet bis zum letzten Allgäuhof ist nicht naiv, sondern Pflicht“, befand Frank Scharr. Die komplizierten Förderprogramme sollen durch bürokratiearme Gigabit-Gutscheine, mit denen Haushalte und Unternehmen an schnelles Internet angebunden werden, abgelöst werden, erklärte der Landtagskandidat der FDP. Seine Zweitbewerberin Lena Braun ergänzte, dass es auch über den Breitbandausbau hinaus mit der Digitalisierung schneller gehen müsse. „Baden-Württemberg muss in Deutschland das Musterländle für digitales Lernen, autonome Mobilität und auch eine digitale Verwaltung werden“, erklärte die Waldseerin auf der Versammlung.


