Eine Kindergartengruppe aus dem Bildungszentrum St. Konrad hat verschiedene Stationen des Elisabethen-Klinikums Ravensburg erkundet. Es war ein Tag voller spannender Augenblicke – von der Ultraschall-Untersuchung bis hin zum eigenen Gipsverband war alles dabei.
Es ist 9 Uhr Montagfrüh, als die 19 Kinder sich vor dem Elisabethen-Klinikum versammeln. Die Vier- und Fünfjährigen werden begleitet von Stephan Fuchs, Oberarzt in der Klinik für Kinder und Jugendliche. Der gemeinsame Ausflug startet draußen – hier kann zunächst einmal ein Rettungswagen von innen betrachtet werden. Notfallsanitäterin Patricia Fuchs vom DRK Rettungsdienst Bodensee-Oberschwaben, nicht verwandt mit dem Oberarzt, erklärt den Kindern die verschiedenen Funktionen des Rettungswagens. Sie führt den riesigen Vorrat an Medikamenten vor und zeigt den Kindern, wie man einen Treppenstuhl ausfährt. Das Staunen ist groß, als das Blaulicht angeht und in der Sonne blitzt. Als die Sanitäterin den Kindern erlaubt, sich auf den Fahrersitz des Wagens zu setzen, sind alle begeistert.
Danach geht es endlich rein ins Krankenhaus, ab in die Kinder-Notaufnahme. In einem Behandlungszimmer namens „Pferdezimmer“, das so heißt, weil auf der Tür ein süßes schwarzes Fohlen abgebildet ist, wird gleich ein Patient untersucht. Es ist ein sehr flauschiger Patient: ein Kuscheltier-Hund.
„Und was macht man als erstes?“, fragt Stephan Fuchs. „Tee kochen? Schnitzel essen?“ „Nein!“, rufen die Kinder. „Erstmal wird die Pfote untersucht!“ Sie schauen das Ohr des Plüschtiers unter Anleitung des Arztes genauestens an, dann messen sie Fieber, und auch eine ganz besondere Untersuchung darf nicht fehlen – die Röntgenaufnahme. Hier wird der Plüschhund auch in seinem Inneren unter die Lupe genommen. „Da sind ja ganz viele Schrauben drin“, sagt ein Kind und zeigt mit dem Finger auf den Monitor.
Stephan Fuchs hat sich noch eine weitere Station für die Kinder überlegt: Es sei sehr wichtig, dem Patienten jetzt noch in den Bauch zu schauen. Sofort ist den Kindern klar, dass es nun zum Ultraschall geht. Federica, die Tochter des Arztes, ist auch in der Kindergartengruppe. Sie meldet sich freiwillig, klettert auf die Liege und wird untersucht. Gespannt schauen die anderen Kinder zu.
Auf die Frage, ob der Ultraschall weh tut, antwortet Federica tiefenentspannt: „Nö“. Auf dem Monitor zeigt der Arzt den Kindern dann die Niere und die Leber. Auch der Herzschlag lässt sich erkennen – für die Kinder ein ganz besonderer Moment.
Nach einer kurzen Frühstückspause geht es auf die Station D31. Stephan Fuchs zeigt den Kindern eines der Krankenzimmer und fragt sie, was man machen könnte, wenn der Arm des kleinen Hundes gebrochen wäre. „Einen Verband anlegen“, sagt ein Kind. Und was für einen? „Einen Gipsverband.“ Den erhält aber ausnahmsweise nicht der Hund, sondern überraschenderweise die Kinder. Fast alle können es kaum erwarten.
Auf einem Tisch breitet der Arzt seine Utensilien aus und beginnt damit, dem ersten Kind einen Verband um den Arm zu wickeln, den er am Ende vergipst. Ein Kind nach dem anderen bekommt einen Verband, die Überraschung ist gelungen und die Freude groß. Stolz zeigen sich die Kinder gegenseitig ihre Gipsverbände. Manche hätten sogar am liebsten zwei.
Nach zwei Stunden geht ein erlebnisreicher und spannender Vormittag für die Kinder des Bildungszentrums St. Konrad im EK zu Ende. Mit einem Strahlen im Gesicht und einem Gipsverband am Arm gehen sie zurück in den Kindergarten.


