Die Ravensburg Towerstars haben am Sonntagabend beim Gastspiel in Weißwasser einen Riesenschritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Das Team von Coach Bo Subr gewann beim Tabellensiebten souverän mit 3:0 und erhöhte den Vorsprung auf Rang sieben bei noch vier ausstehenden Spielen auf neun Punkte.
Nach der achteinhalbstündigen Busreise waren die Towerstars auf einen guten Start bedacht. Sie spielten die Scheibe zügig durch die neutrale Zone und sicherten sich von Beginn an mehr Spielanteile. Bereits nach drei Minuten machte sich dies auch im Spielstand bemerkbar: Robbie Czarnik brachte den Puck von der rechten Seite scharf vors Tor, wo Erik Karlsson genau im richtigen Moment durch den Torraum fuhr und die Scheibe mit dem Schlittschuh über die Linie lenkte. Zunächst signalisierte der hinter dem Tor postierte Hauptschiedsrichter „Kein Tor“, nach Sichtung des Videobeweises wurde die Entscheidung mangels Kickbewegung jedoch in ein „Gutes Tor zum 1:0“ revidiert.
Der frühe Gegentreffer schmeckte den Gastgebern nicht, sie kamen erst in der achten Minute zu ihrer ersten wirklich hochkarätigen Möglichkeit. Auch danach hatten die Oberschwaben defensiv einiges zu tun und der zwischen den Pfosten stehende Nico Pertuch bekam mehrfach Gelegenheit, sich auszuzeichnen – etwa in der 12. Minute, als Eric Hjorth auf halbrechter Position freigespielt wurde. In der 19. Minute war erstmals auch das Ravensburger Penaltykilling gefordert, nachdem Alec Ahlroth eine Strafzeit kassiert hatte. Diese Unterzahl überstanden die Towerstars ebenso clever wie zu Beginn des zweiten Drittels, als Erik Karlsson wegen Stockschlags auf die Strafbank musste.
Zwar präsentierten sich die Hausherren nun schneller und druckvoller als noch im ersten Abschnitt, dennoch hatten die Towerstars weiterhin mehr vom Spiel und wirkten in allen Zonen geradliniger. Nach etwas mehr als 33 Minuten Spielzeit belohnten sie sich prompt mit dem 0:2: Mark Rassell hielt trotz enger Bewachung vor dem Torraum die Kelle in den präzisen Pass von Philipp Mass. Mit diesem Spielstand ging es auch in die zweite Pause.
Aufgrund einer aus dem Mitteldrittel übernommenen Strafzeit gegen die Lausitzer Füchse starteten die Towerstars mit einem Powerplay in den Schlussabschnitt. Dieses dauerte lediglich 22 Sekunden, ehe Robbie Czarnik den Puck zum 0:3 in die Maschen setzte. Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken spielten die Oberschwaben ihren Part weiterhin souverän und überstanden in der nun intensiver geführten Partie auch ein gegnerisches Powerplay in der 47. Minute. Da die Füchse ihre Zweikämpfe zunehmend zu hart führten und dafür Strafen kassierten, ging der spielerische Fluss weitgehend verloren. So brachten die Towerstars den hochverdienten und enorm wichtigen Sieg – verbunden mit dem ersten Shutout von Torhüter Nico Pertuch in dieser Saison – sicher nach Hause.
„Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns und ein gutes Auswärtsspiel. Weißwasser hat ein sehr talentiertes Team, deshalb war es wichtig, die gegnerischen Chancen gering zu halten. Das 0:3 gleich zu Beginn des Schlussdrittels fiel natürlich zu einem sehr günstigen Zeitpunkt. Zudem hat Nico Pertuch eine starke Leistung gezeigt und auch unsere Special Teams hatten ihren Anteil“, sagte Towerstars-Coach Bo Subr.


