Beim Bundesoffenen Sichtungsturnier (BOT) der Altersklasse U15 zeigte der Ravensburger Judoka Ferdinand Schick eine beeindruckende Leistung. In einem der bundesweit stärksten Turniere seiner Alters- und Gewichtsklasse – in der Kategorie bis 46 Kilogramm traten 34 Athleten an – erkämpfte sich der Nachwuchssportler einen starken dritten Platz. Auch der anwesende Bundestrainer verfolgte die Kämpfe aufmerksam und nahm die überzeugenden Auftritte des jungen TSB-Athleten genau wahr.
Der Turniertag begann für Schick mit einem taktisch hervorragend geführten Auftaktkampf gegen Finn Dingmann (Nordrhein-Westfälischer Judoverband). Nach einer Wazari-Wertung durch eine präzise Fußtechnik verteidigte Schick seine Führung über die reguläre Kampfzeit von drei Minuten und sicherte sich verdient den ersten Sieg.
Im zweiten Duell traf er auf Thore Menges (1. Fuldaer Judo-Club e.V.). Der Kampf entwickelte sich zu einem ausgeglichenen, intensiven Schlagabtausch, der über sechs Minuten andauerte. Am Ende entschieden die Kampfrichter klar zugunsten von Schick, der damit seine starke Form bestätigte.
Im dritten Kampf wartete mit Moritz Schmehr (Saarländischer Judoverband) ein physisch robuster Gegner. Nach einem harten Griffkampf musste sich Schick knapp mit einer Yuko-Wertung geschlagen geben. Damit ging es für den TSB-Judoka in die Trostrunde – und das Ziel war klar: die Bronzemedaille.
Dort traf er zunächst auf den deutlich größeren und kräftigeren Moad Mabrouk (Nordrhein-Westfälischer Judoverband). Schick überzeugte an diesem Tag besonders durch Ruhe, Übersicht und eine präzise Beinarbeit. Mit einer Kombination aus einem Feger und seiner Spezialtechnik brachte er seinen Gegner zu Boden und sicherte sich anschließend durch einen Haltegriff den Sieg.
Im fünften Kampf – dem Einzug ins kleine Finale – wartete Roman Berschauer (JSV Speyer). Schick blieb seinem taktischen Stil treu, setzte auf kluge Kombinationen und feine Finten und entschied auch dieses Duell vorzeitig für sich.
Das kleine Finale gegen Moritz Hundseder (1. SC Gröbenzell) wurde schließlich zum Höhepunkt des Tages. Mit einem Fußfeger erzielte Schick eine Yuko-Wertung und verteidigte diese Führung trotz zweier bewusst in Kauf genommener Strafen mit beeindruckender taktischer Reife. Nach Ablauf der Zeit stand fest: Ferdinand Schick gehört zu den besten Athleten dieses hochkarätigen Turniers und krönte sich verdient mit der Bronzemedaille.
Trainer Christian Ließ zeigte sich sichtlich stolz: „Eine Medaille beim BOT in Backnang ist schon etwas sehr Besonderes. Es wird einmal mehr deutlich, dass sich der Trainingseifer und -Fleiß der letzten Wochen von Ferdinand ausgezahlt haben.“
Auch Schick selbst blickte zufrieden auf seinen Wettkampftag zurück: „Ich bin wirklich froh über meine erste Medaille beim BOT. Ich bin froh, dass ich nun in meinem letzten Jahr auf dem BOT zeigen konnte, dass ich zu den besten in meiner Gewichtsklasse gehöre.“
Mit dieser Leistung setzt Ferdinand Schick ein starkes Ausrufezeichen in seiner sportlichen Entwicklung – und empfiehlt sich eindrucksvoll für kommende Aufgaben auf nationaler Ebene.


