Am Ende wurde es zwar nochmals dramatisch, doch letztlich konnten die Ravensburg Towerstars einen hochverdienten 3:2-Auswärtssieg bei der Düsseldorfer EG feiern. Das Team von Coach Bo Subr bescherte den 350 mitgereisten Fans einen perfekten Abend.
Bei dieser tabellarischen Ausgangslage waren die Punkte gegen den Tabellenachten Düsseldorf quasi doppelt so viel wert. Dementsprechend zielstrebig und konzentriert kam das Ravensburger Team trotz siebeneinhalbstündiger Busreise aufs Eis. Eine deutliche Motivationsspritze war freilich auch der Blick auf die Gästeblöcke. Etwa 350 Ravensburger Fans waren mit dabei und sorgten unter den 6.427 Zuschauern im weiten Rund des PSD Bank Dome für gute Stimmung.
Bereits nach acht gespielten Sekunden verpasste Erik Karlsson einen scharfen Pass von Robbie Czarnik am langen Pfosten. Ein paar Wechsel später standen die Oberschwaben allerdings unter Druck. Odeen Tufto musste wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank, die zwei Minuten überstanden die Oberschwaben jedoch schadlos. Nico Pertuch, der an diesem Abend zwischen den Pfosten stand, wurde dabei schon einmal warm geschossen. In den meisten Phasen neutralisierte sich das Startdrittel, doch dann kam es in der 18. Minute zu einer Strafzeit gegen Düsseldorf. Gerade einmal 30 Sekunden benötigten die Oberschwaben, um den numerischen Vorteil zu nutzen: Robbie Czarnik traf frei stehend im Slot zur 0:1-Führung.
Der zweite Abschnitt startete mit einer Strafzeit gegen Niklas Hübner, wieder mussten die Towerstars sprichwörtlich alles hineinwerfen – mit Erfolg. Nachdem es im Anschluss eine weitere Unterzahl gegen Düsseldorf gab, starteten die Cracks von Trainer Bo Subr eine länger anhaltende Druckphase mit mehreren guten Einschussmöglichkeiten. Herausragend war hierbei vor allem das Vorechecking, das die Hausherren regelrecht zermürbte und den Towerstars eine ganze Reihe von Konterchancen ermöglichte. 33 Minuten waren gespielt, als Nick Latta einen Drei-gegen-zwei-Angriff konsequent zum 0:2 abschloss. Keine drei Minuten später hatte Kapitän Robbie Czarnik gar das 0:3 auf dem Schläger, scheiterte bei seinem Alleingang jedoch an DEG-Keeper Ryan Bednard. Eine weitere Gelegenheit zum Ausbau der Führung eröffnete sich in der 37. Minute, doch diesmal standen die Special Teams der DEG effektiv in der eigenen Zone. Dennoch sprach das Schussverhältnis nach dem zweiten Drittel von 10:35 wahre Bände über die Spielvorteile.
Es war allerdings klar, dass Düsseldorf im Schlussabschnitt hart kommen würde – diese Annahme wurde prompt bestätigt. Luca Tosto stand nach einem Puckverlust in der linken Rundung frei vor Nico Pertuch, der den Puck gekonnt mit der Beinschiene am Tor vorbei lenkte. Knapp eine Zeigerumdrehung später folgte jedoch erneut Torjubel bei den Ravensburger Fans. Nach einer flüssigen Kombination netzte Erik Karlsson in der 44. Minute zum 0:3 ein. Danach spielten die Towerstars weitgehend souverän und schnörkellos weiter, doch noch war die Partie nicht entschieden. Angestachelt von Pfiffen der eigenen Fans wurde die DEG druckvoller und kam vier Minuten vor dem Ende durch Yushiroh Hirano zum 1:3-Anschlusstreffer.
Nun rochen die Gastgeber Lunte, gingen volles Risiko und nahmen zweieinhalb Minuten vor dem Ende den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Mit Erfolg, denn in der 59. Minute drückte Ture Linden den Puck über die Innenseite der Beinschiene von Nico Pertuch zum 2:3 über die Linie. Sollte den Towerstars der sicher geglaubte Sieg womöglich in der letzten Minute noch durch die Finger gleiten? Nein – es passierte nichts mehr und die Towerstars brachten unter dem Jubel der Fans die drei verdienten Punkte über die Zeit.
„Wir haben heute 56 Minuten lang ein starkes Auswärtsspiel gezeigt und nicht allzu viel zugelassen. Am Ende hat man natürlich schon gemerkt, dass ein solch gut besetzter Gegner seine Tore macht, wenn man ihm zu viel Zeit und Platz gibt“, sagte ein gut gelaunter Towerstars-Coach Bo Subr. Apropos gut gelaunt: Viele der Ravensburger Fans, die sich in Düsseldorf eine Übernachtung eingeplant hatten, gönnten sich an der längsten Theke der Welt das eine oder andere Bierchen.
Am Sonntag um 16 Uhr haben die Towerstars die nächste Herausforderung – dann aber auf eigenem Eis. Zu Gast sind die Roten Teufel des EC Bad Nauheim, die im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Peter Russell prompt einen 3:2-Penaltysieg gegen Tabellenführer Krefeld gefeiert haben. Die Towerstars sollten also hochgradig vorgewarnt sein.
Tickets gibt es im Fanshop in der Marktstraße 20, bei allen VVK-Partnern von Reservix, online unter tickets.towerstars.de sowie an der Abendkasse. Das Spiel wird außerdem live auf Sporteurope.TV zu sehen sein.


