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Zeitzeugnis und Aufruf zur Verteidigung der Freiheit und Demokratie

: vlnr: Christoph Lüdtke (CDU Ortsverband RV), Norbert Lins MdEP, August Schuler, Ingeborg Leo, Antje Rommelspacher MdL (CDU Stadtverband RV), Christian Natterer (CDU Kreisverband RV, Erster Bürgermeister Dr. Andreas Honikel-Günther) Bild: CDU Stadtverband

Bereits zum 36. Mal würdigte die CDU Ravensburg am Tag der Deutschen Einheit die Wichtigkeit von Freiheit und Verantwortung bei einer Feierstunde im Haus der Katholischen Kirche.

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Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Antje Rommelspacher konnte neben dem Europaabgeordneten Norbert Lins und dem frisch wiedergewählten Kreisvorsitzenden Chritian Natterer vor allem viele Mitglieder und Gäste begrüßen. Das Thema Freiheit und Verantwortung sind aktueller denn je, dies brachte der Erste Bürgermeister der Stadt Ravensburg Dr. Andreas Honikel- Günther in seinem Grußwort zum Ausdruck.

Höhepunkt der Veranstaltung war das Zeitzeugnis des Ehrengastes der Feierstunde Frau Ingeborg Leo. Die 90-jährige Tettnangerin, die in Berlin aufwuchs und dort sowohl den Krieg als Kind und die Nachkriegszeit als Jugendliche erlebte, schilderte dem gebannten Publikum derart eindrücklich ihre persönlichen Erlebnisse, dass man als Zuhörer den fast dachte, selbst dabei gewesen zu sein. Der Mauerbau war insbesondere für die Berliner so viel mehr als aufeinander stehende Steine: die Mauer trennte Familien und zerstörte Lebensträume. Sie war das Zeichen von Unfreiheit und Fremdbestimmung. Frau Leo teilte sowohl Ängste als auch Hoffnung mit den Gästen der Veranstaltung. Die Feierstunde der CDU war eine Geschichtsstunde zum Anfassen. Kein Lehrbuch über unsere Vergangenheit könnte eindrücklicher vermitteln, was Frau Leo berichtete.

„Was für ein Glückfall, wenn man Zeitzeugen zuhören darf. Die persönliche Erinnerung macht sichtbar, was politische Begriffe allein nicht vermitteln können“, so die Stadtverbandsvorsitzende Antje Rommelspacher in ihrer Ansprache. Rommelspacher schloss mit einem Appell an die Anwesenden, dass Freiheit, Sicherheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist: „Wir müssen unsere Demokratie schützen, Zusammenhalt bewahren und Veränderungen so gestalten, dass die Menschen Vertrauen in die Zukunft behalten“, so Rommelspacher. „Der Mut der Menschen, die sich im Jahr 1989 nicht länger mit Unfreiheit und Teilung abfinden wollten, kann nicht hoch genug anerkannt werden.“

Im Anschluss an den offiziellen Teil nahmen viele Gäste die Gelegenheit wahr, sich noch intensiv mit Frau Leo auszutauschen.