Die DEL2-Hauptrunde der Saison 2025/2026 ist in den Büchern. Zum Abschluss gab es am Sonntagabend gegen den Tabellensechsten Regensburg noch einmal einen spannenden und stimmungsvollen Eishockeyabend, dessen Sieg am Ende nach Penaltyschießen mit 3:2 an die Gäste aus der Domstadt ging.
Für die Towerstars, die ihren 4. Tabellenplatz und das Heimrecht bereits am Freitag mit einem 5:1-Sieg in Weiden unter Dach und Fach gebracht hatten, ging es an diesem Abend vorrangig nicht mehr um Punkte und Tore. Trainer Bo Subr nutzte die Gelegenheit allerdings für personelle Optionen und Eiszeit für Spieler, die zuletzt nicht regelmäßig zum Einsatz gekommen waren. Dafür pausierten die Stammspieler in der Defensive, Julian Eichinger und Simon Sezemsky. Im Sturm verfolgten Robbie Czarnik und Erik Karlsson das Spiel von der Tribüne aus.
Die Towerstars ließen trotz der umfangreichen Umstellungen in den Sturm- und Verteidigungsreihen aber keine Zweifel daran, dass sie die Generalprobe vor dem Viertelfinale gewinnen wollten. Schon in den ersten zwei Minuten folgte ein Sturmlauf auf das Tor der Gäste, die je nach Ausgang der parallelen Spiele noch einen Punkt für die Absicherung der direkten Playoff-Qualifikation benötigten. Großchancen verbuchte beispielsweise die erste Sturmreihe, die an diesem Abend mit Nikita Kessler, Thomas Reichel und Mark Rassell aufs Eis ging. In der selbstbewussten Anfangsphase folgte in der 5. Minute aber ein Dämpfer. Mit ihrer ersten Chance überhaupt gingen die Eisbären durch Jeremy Bracco in Führung. In dieser Szene formierte sich die Zuordnung in der defensiven Zone zu spät. Die Oberschwaben steckten den Gegentreffer vor knapp 3.000 Zuschauern aber gut weg und spielten weiter druckvoll nach vorne. In der 11. Minute wurde das auch prompt mit dem 1:1-Ausgleich belohnt. Torschütze war Louis Latta, der in der zentralen Halbdistanz genau Maß nehmen konnte. Eisbären-Keeper Jonas Neffin war zudem die Sicht entscheidend verdeckt. Bis zur ersten Pause gab es ausreichend Gelegenheit, weitere Treffer nachzulegen, doch es fehlte die Präzision im Abschluss.
Im zweiten Drittel rissen die Gäste aus der Domstadt mehr Spielanteile an sich, die Towerstars mussten sich nun deutlich häufiger in der eigenen Zone aufhalten. Dass Regensburg in der 24. Minute durch Corey Trivino erneut in Führung ging, zeichnete sich ab. Auch wenn Regensburg danach geradliniger wirkte, gab es für die Towerstars gute Chancen auf den Ausgleich. Matej Mrazek scheiterte in der 31. Minute aus halblinker Position an Jonas Neffin, drei Minuten später hatte Mark Rassell frei vor dem Torraum das 2:2 vor Augen. Sein Schuss wurde von einem gegnerischen Schläger aber über die Querlatte gelenkt.
Im Schlussabschnitt sahen die Fans beider Lager einen offenen Schlagabtausch mit spannenden Szenen vor beiden Toren. Offensichtlich war aber, dass sich die Towerstars mehr Druck auferlegt hatten. Dieser wurde in der 48. Minute jedoch unterbrochen, da es gegen Jan Wieszinski eine Strafzeit wegen Stockschlags setzte. Die Unterzahlformationen der Towerstars bewiesen an diesem Abend aber wieder einmal ihre Stärke. Sie verhinderten nicht nur den Gegentreffer, sondern zeigten sich auch konterstark. Marvin Schmid und Florin Ketterer hebelten die komplette Reihe der Eisbären aus, der vor dem gegnerischen Tor regelrecht vergessene Thomas Reichel vernaschte dann auch noch Goalie Jonas Neffin und drückte zum verdienten 2:2-Ausgleich ein. Mark Rassell hätte zwei Sekunden vor Ablauf der gleichen Strafzeit sogar noch das 3:2 markieren können. Er scheiterte bei seinem Solo aber am Regensburger Torhüter.
Danach hatten beide Teams gute Chancen, die Partie in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Konkrete Treffer blieben hier aber genauso aus wie in der anschließenden Verlängerung. So ging es ins Penaltyschießen, bei dem die Eisbären das glücklichere Ende letztlich auf ihrer Seite hatten. Während bei den Towerstars nur Odeen Tufto traf, waren die Gäste auf der Gegenseite zweimal erfolgreich.
Der Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch. Das Team, das nach kurzem Besuch im Kabinengang mit den neuen Playoff-T-Shirts für die Ehrenrunde aufs Eis zurückkehrte, wurde noch einige Minuten nach Spielende für eine letztlich überaus erfolgreiche Hauptrunde gefeiert. „Ich bin wirklich stolz auf die Jungs, was sie im letzten Viertel der Hauptrunde geleistet haben. Wir sind von Platz 12 nach oben geklettert und haben letztlich das Heimrecht im Viertelfinale gesichert – das ist beachtlich. Beeindruckend und wichtig war dabei auch, dass die Fans immer hinter uns gestanden und an uns geglaubt haben“, sagte Towerstars-Coach Bo Subr nach dem Spiel.
Im Viertelfinale geht es ab 17. März gegen die Bietigheim Steelers. Volle Arenen und prickelnde Playoff-Stimmung sollten hier garantiert sein. Der Ticketvorverkauf für freie und nicht vom Dauerkarten-Vorkaufsrecht betroffene Sitz- und Stehplätze läuft bereits. Dauerkartenbesitzer haben noch bis zum 12. März um 18 Uhr die Möglichkeit, ihr Ticket vorab zu sichern. Ab Freitag, 13. März, um 14 Uhr gehen dann alle Tickets für die ersten beiden gesicherten Playoff-Heimspiele am 17. und 22. März in den freien Verkauf.


