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Towerstars feiern weiteren Sieg im harten Jahreswechselprogramm

Robbie Czarnik lauert vor dem Tor der Blue Devils Weiden. Bild: Kim Enderle

Die Ravensburg Towerstars haben sich am Freitagabend mit den Blue Devils Weiden einen harten Kampf um die Punkte geliefert. Nach zweimaliger Führung wurde das Spiel zwar erst in der Verlängerung entschieden, der Freude über den entscheidenden Treffer von Erik Karlsson in der 65. Minute tat das aber keinen Abbruch.

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Mit 3.055 Zuschauern war die Ravensburger CHG Arena auch im ersten Spiel des neuen Jahres gut gefüllt. Allzu lange brauchten die Anhänger beider Teams auch nicht auf die ersten Chancen zu warten. Die Towerstars hatten durch Robbie Czarnik schon nach rund 20 Sekunden die erste gefährliche Aktion, im direkten Gegenzug tauchten zwei Weidener Stürmer vor dem Ravensburger Tor auf. Weiden prüfte den wieder genesenen Ilya Sharipov auch danach, als es gegen Florin Ketterer bereits nach 44 Sekunden eine Strafzeit wegen Beinstellens gab. Als die Gastgeber personell wieder vollzählig waren, setzten sie ihr temporeiches Spiel fort und nach vier Minuten konnten die Fans auch prompt den ersten Treffer bejubeln. Alec Ahlroth wurde von Odeen Tufto clever angespielt, beim satten Schuss ins kurze Eck hatte Blue-Devils-Keeper Simon Wolf keine Chance. Kurz zuvor hatten die Zuschauer den Torschrei schon auf den Lippen, als Mark Rassell den scharfen Querpass von Erik Karlsson knapp verpasste.

Wirklich geschockt wirkten die Gäste aus der Oberpfalz nach dem Gegentreffer nicht. Sie standen kompakt an der blauen Linie und starteten immer wieder pfeilschnelle Gegenangriffe. In einer Weidener Druckphase kam eine Strafzeit gegen Ex-Towerstars-Stürmer Alex Olivier Voyer gerade recht, auch wenn die numerische Überzahl nicht genutzt werden konnte. Erfolgreicher waren die Blue Devils fünf Minuten später, wenn auch auf unkonventionelle Art. Einen Pass von Zach Tsekos lenkte Alex Olivier Voyer vor dem Torraum mit dem Schlittschuh ab. Da keine Kickbewegung vorlag, gab es auch keine Beanstandung. Im weiteren Verlauf des Startabschnitts wog die Partie hin und her, beide Torhüter standen mehrfach im Brennpunkt. Treffer wollten aber weder den Towerstars noch den Blue Devils gelingen.

Torlos blieb auch der zweite Spielabschnitt. Hier wirkte Weiden in den ersten Minuten optisch im Vorteil, die Towerstars hielten aber verbissen dagegen. Wieder besser in den Rhythmus gekommen, hatten sie danach die hochkarätigeren Chancen. Blue-Devils-Keeper Simon Wolf, der mit einer Förderlizenz des EHC München ausgestattet ist, hatte allerdings einen genauso glänzenden Tag wie Ilya Sharipov auf der Gegenseite. Wolf parierte beispielsweise zwei Großchancen von Mark Rassell, auch bei den Einschussmöglichkeiten ins weit offene Tor von Thomas Reichel und Louis Latta verhinderte er die erneute Ravensburger Führung.

Mit dem Spielstand von 1:1 ging es auch in die zweite Pause und es war klar, dass jeder noch so kleine Fehler das Spiel kippen lassen könnte. Es entbrannte ein Kampf um jeden Zentimeter Eis. Das Spielgeschehen gewann zwar keinen Schönheitspreis, war aber hochspannend und auch auf den Tribünenrängen war das Prickeln zu spüren. Besonders laut war daher der Torjubel in der 46. Minute. Einen Querpass von Erik Karlsson verwertete Mark Rassell im Slot und durch die Schoner des rutschenden Blue-Devils-Keepers. Beflügelt von der 2:1-Führung drückten die Towerstars nun vehement auf den dritten Treffer. Stattdessen mussten die Oberschwaben drei Minuten später jedoch den erneuten Ausgleich hinnehmen. Nach einem fahrlässigen Pass an der Mittellinie ging alles ganz schnell und Topstürmer Tyler Ward traf eiskalt.

In den verbliebenen zehn Minuten entwickelte sich insgesamt ein offener Schlagabtausch. Trotz hochkarätiger Chancen auf beiden Seiten blieben weitere Treffer aber aus – die Punkte wurden geteilt und die Verlängerung musste über den Zusatzpunkt entscheiden. Dort drohte den Towerstars nach 75 Sekunden das jähe Ende. In der gegnerischen Zone rutschte Odeen Tufto weg, Tommy Muck schnappte sich die Scheibe und zog frei auf das Ravensburger Tor zu. Den Schuss setzte der Weidener Stürmer allerdings über das Tor. Die Towerstars blieben im Spiel und feierten das glücklichere Ende dann 57 Sekunden vor einem potenziellen Penaltyschießen. Marvin Schmid spielte den Puck clever in den Rückraum, dort nahm Erik Karlsson Maß und setzte das Spielgerät platziert und halbhoch ins linke Eck.

„Wir sind mit viel Tempo im ersten Abschnitt unterwegs gewesen und hätten die Führung auch höher gestalten können. Weiden erwies sich allerdings als der erwartete schwere Gegner, der zudem einen starken Torhüter zwischen den Pfosten hatte. Es war sicherlich nicht alles optimal an diesem Abend, aber wir nehmen die Punkte natürlich gerne mit“, sagte Towerstars-Trainer Bo Subr.

Dank der zwei Punkte sind die Towerstars weiterhin punktgleich mit dem Tabellensechsten Bietigheim und nur drei Zähler hinter dem Viertplatzierten EV Landshut. Damit bekommt das Auswärtsspiel beim Erzrivalen in Niederbayern eine weitere Portion Brisanz. Spielbeginn ist um 17 Uhr, das Spiel wird selbstverständlich live auf Sporteurope.TV zu sehen sein.