Meldungen der Polizei aus dem Kreisgebiet Ravensburg vom Freitag, 13. März 2026
Ravensburg / Bad Waldsee / Isny
Verkehrskontrollen
Nach wie vor scheint es offenbar notwendig, Verkehrsteilnehmende regelmäßig und flächendeckend an die Einhaltung von Regeln im Straßenverkehr zu erinnern, und dies mitunter auch über im Geldbeutel spürbare Sanktionen. Dies zeigten Verkehrskontrollen, die im Laufe des Donnerstags von der Polizei in Ravensburg, Isny und Bad Waldsee durchgeführt wurden. Am Vormittag stellten die Beamten auf der B 30 bei Gaisbeuren insgesamt elf Verstöße gegen die Handybenutzung am Steuer und zwei Verstöße gegen die Gurtpflicht fest und ahndeten diese gebührenpflichtig. Bei einer ähnlichen Kontrolle am Nachmittag in Isny schlugen zehn Verstöße gegen die Gurtpflicht, sechsmal Handybenutzung am Steuer sowie zwei weitere verkehrsrechtliche Verstöße zu Buche. Und am Spätnachmittag stellten Beamte der Verkehrspolizei in Ravensburg fünf Gurtverstöße, fünf Handyverstöße, zwei Kinder, die unzureichend im Fahrzeug gesichert waren sowie vier weitere Ordnungswidrigkeiten und eine Straftat fest. Während vergessenes Anschnallen ohne sonstige Umstände nach dem bundeseinheitlichen Regelsatz ein Verwarngeld von 30 Euro nach sich zieht, werden für die verbotene Handybenutzung während der Fahrt ein Bußgeld von 100 Euro zuzüglich Gebühren sowie ein Punkt in Flensburg fällig.
Wolfegg
Durch Anlagebetrug viel Geld verloren
Durch einen dreisten Anlagebetrug hat ein Senior aus dem Großraum Wolfegg jüngst einen erheblichen Geldbetrag verloren. Der Mann war im Internet auf eine Werbung aufmerksam geworden, in welcher offenbar durch eine Fälschung eine bekannte Politikerin hohe Gewinne bei Anlagegeschäften in Aussicht stellte. In der Folge nahm der Mann Kontakt mit dem angeblichen Unternehmen auf und wurde zunächst zur Anlage eines mittleren dreistelligen Euro-Betrags überredet. Im weiteren Verlauf und nach weiteren Geldeinzahlungen und einer angeblich höchst erfolgreichen Vermehrung des Vermögens meldete sich plötzlich ein anderes vermeintliches Geldinstitut aus der Region und teilte mit, dass man Unregelmäßigkeiten auf verschiedenen Bankverbindungen des Mannes festgestellt habe. Um dem entgegenzuwirken, müsse man diverse Umbuchungen vornehmen, die der Senior durch Weitergabe von Passwörtern und TAN-Nummern gutgläubig autorisierte. Auch hier nutzten die Betrüger die Zugänge, um mehrere Abbuchungen zu tätigen, sodass insgesamt ein Vermögensschaden nahe einer sechsstelligen Summe entstanden sein dürfte. Nun ermittelt die Kriminalpolizei wegen bandenmäßigen Betrugs. Dieser Fall ist leider kein Einzelfall, in den vergangenen Monaten häuften sich ähnliche Strafanzeigen. Am Ende steht immer ein massiver finanzieller Verlust für die Geschädigten, teils bis hin zum finanziellen Ruin. Die Polizei warnt daher eindringlich davor, derartigen Werbeanzeigen im Internet Glauben zu schenken. Werden Sie insbesondere misstrauisch, wenn Personen des öffentlichen Lebens vermeintlich gute Geschäfte mit hohen Renditen anpreisen. Niemand hat etwas zu verschenken, warum sollte ein Institut deutlich höhere Gewinne ausschütten als der marktübliche Durchschnitt? Informieren Sie sich aus seriösen Quellen und prüfen Sie lukrative Angebote äußerst kritisch. Weitere Informationen zu dieser und anderen Betrugsmaschen: www.polizei-beratung.de.
Aitrach
Bei Arbeitsunfall schwer verletzt
Schwere Verletzungen hat ein 33-jähriger Arbeiter bei einem Betriebsunfall am Mittwochabend in einem metallverarbeitenden Betrieb erlitten. Beim Umgang des Mannes mit flüssigem Metall gelangte ein Spritzer unter die Schutzhaube seines getragenen Helms und traf ihn am Auge. Er erlitt dadurch mutmaßlich eine dauerhafte Schädigung des Auges und musste nach notärztlicher Erstversorgung mittels Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden.
Kißlegg
Ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinwirkung unterwegs
Ohne Fahrerlaubnis, dafür mutmaßlich unter Drogeneinwirkung stehend, war ein 28-Jähriger am frühen Freitagmorgen mit einem Pkw unterwegs. Im Rahmen einer Kontrolle durch Beamte der Verkehrspolizei Kißlegg gegen 2 Uhr gab der Mann unmittelbar an, noch nie einen Führerschein besessen zu haben. Da er außerdem drogentypische Auffälligkeiten zeigte und einräumte, zuvor Betäubungsmittel konsumiert zu haben, musste er die Beamten zur Blutentnahme in ein Krankenhaus begleiten. Sollte die Blutuntersuchung den Verdacht bestätigen, kommt neben der Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis auch ein Bußgeldverfahren hinsichtlich des Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss auf ihn zu. Ebenso angezeigt wird seine Ehefrau als Fahrzeughalterin, weil sie die Fahrt ohne Führerschein zuließ.


