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Millionenförderung für Umbau der Kreisstraßen zwischen Wilhelmsdorf und Esenhausen gesichert

Umbau der Kreisstraßen zwischen Wilhelmsdorf und Wilhelmsdorf/Esenhausen Bild: Landkreis Ravensburg

Eine erfreuliche Nachricht für die Gemeinde Wilhelmsdorf und die gesamte Region: Das Regierungspräsidium Tübingen hat dem Landkreis Ravensburg für den Ausbau der Kreisstraßen K7969 und K7970 zwischen Wilhelmsdorf und Wilhelmsdorf/Esenhausen eine bedeutende Finanzspritze zugesagt. Der offizielle Zuwendungsbescheid bewilligt Fördermittel in Höhe von 2,79 Mio. Euro. Das Gesamtprojekt, mit veranschlagten Kosten von rund sieben Millionen Euro, zielt darauf ab, die Verkehrsverhältnisse auf diesem wichtigen Korridor grundlegend zu verbessern, die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen und die Anbindung der Gemeinde nachhaltig zu stärken. Die Förderung unterstreicht die strategische Bedeutung des Vorhabens und ist das Ergebnis einer langfristigen Planung und eines erfolgreichen Antragsverfahrens, das vom Landkreis Ravensburg initiiert wurde.

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Die Finanzierung im Detail: Ein Kraftakt für die Region
Die rechtliche Grundlage für die Förderung ist das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG), das speziell darauf abzielt, die Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden zu verbessern. Die Zuwendung in Höhe von knapp 2,8 Millionen Euro wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Festbetragsfinanzierung gewährt. Dies bedeutet, dass die Summe verbindlich für das definierte Projekt „Ausbau der K7969/7970 zwischen Wilhelmsdorf und Esenhausen“ zweckgebunden ist. Die Berechnung der Fördersumme basiert auf den als zuwendungsfähig anerkannten Investitionskosten, die vom Regierungspräsidium auf 4.657.044,00 Euro festgelegt wurden. Der Fördersatz beträgt 50 % dieser Summe, ergänzt um eine Planungspauschale. Der verbleibende überwiegende Anteil der Gesamtkosten wird vom Landkreis Ravensburg als Eigenmittel getragen. Einen weiteren Anteil trägt die Gemeinde. Dies verdeutlicht das starke Engagement der Region für dieses Projekt.

Das Bauvorhaben: Verbesserung der Verkehrssicherheit und Infrastruktur
Die Baumaßnahme ist komplex und wird in mehreren Abschnitten umgesetzt, um die Auswirkungen auf den laufenden Verkehr so gering wie möglich zu halten. Mit der Baumaßnahme wurde bereits im Sommer 2025 begonnen. Die Erd- und Asphaltierungsarbeiten am derzeitigen Bauabschnitt werden voraussichtlich bis Sommer 2026 abgeschlossen. Im weiteren Verlauf wird das Gewerbegebiet „Untere Luß“ angeschlossen. Über den genauen Zeitpunkt werden die Öffentlichkeit und die betroffenen Anlieger/-innen rechtzeitig und gesondert informiert. Anschließend verlagern sich die Bautätigkeiten auf den Abschnitt zwischen der Ortsausfahrt Wilhelmsdorf (Esenhauserstraße) und dem Kreisverkehrsplatz an der L 288. Ziel ist es, den lokalen Verkehr zwischen der L 288 (Esenhausen Hauptstraße) und dem Gewerbegebiet Untere Luß zukünftig über die neu hergestellte Trasse zur L 201b Richtung Zußdorf oder Wilhelmsdorf zu führen.

Verkehrsführung während der Bauphase: Unvermeidbare Einschränkungen
Die Umsetzung eines solch umfangreichen Bauvorhabens erfordert temporäre Eingriffe in das Verkehrsgeschehen. Für die Dauer dieser Sperrung wird der überregionale PKW- und LKW-Verkehr über die eingerichtete, gut ausgeschilderte Umleitungsstrecken großräumig umgeleitet. Die ausgeschilderte Route führt von der L201b (Leonhardstraße) über die L289 (Pfrunger Straße/Riedhauser Straße) zur L288 (Lengenweiler Straße) und entsprechend in umgekehrter Richtung. Diese Umleitung wird auch von den Linien- und Schulbussen sowie dem landwirtschaftlichen Verkehr genutzt. Für Behinderungen, welche durch die Arbeiten entstehen, bitten wir die Betroffenen um Verständnis.

Strategische Bedeutung für die Gemeinde Wilhelmsdorf
Für den Landkreis Ravensburg ist dieser Förderbescheid weit mehr als nur eine finanzielle Unterstützung für ein Bauprojekt. Er ist ein klares Bekenntnis des Landes zur Entwicklung des ländlichen Raums und eine Anerkennung der regionalen Planungsarbeit. Die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur ist ein zentraler Baustein zur Steigerung der Lebensqualität und der Attraktivität des Standortes. Eine sichere und leistungsfähige Straßenanbindung ist essenziell für Pendler/-innen, den lokalen Wirtschaftsverkehr und nicht zuletzt für die Schülerbeförderung. Bürgermeisterin Sandra Flucht nahm diese Nachricht mit großer Freude auf. Der Ausbau der Kreisstraße fügt sich nahtlos in die Strategie ein, die Gemeinde durch gezielte Investitionen in die Infrastruktur zukunftsfähig zu machen. Das Projekt stärkt nicht nur die äußere Anbindung, sondern erhöht auch die Sicherheit im innerörtlichen und ortsnahen Bereich, wovon alle Bürgerinnen und Bürger direkt profitieren. Die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, dem Landkreis Ravensburg und dem Land Baden-Württemberg erweist sich hier einmal mehr als entscheidender Faktor für den regionalen Fortschritt.