Die Ministerin der Justiz und für Migration, Marion Gentges MdL, und der Amtschef des Ministeriums, Elmar Steinbacher, haben die Präsidentin des Landgerichts Ravensburg, Frau Luitgard Wiggenhauser, in den Ruhestand verabschiedet. Nach einer langen und erfolgreichen Laufbahn in der baden-württembergischen Justiz, in der sie zahlreiche herausragende Leistungen erbracht hat, beendet Frau Wiggenhauser ihre Karriere.
Ministerin Gentges sagte: „Frau Wiggenhauser war in jeder Hinsicht eine vorbildliche und überzeugende Präsidentin. Und dafür gibt es zahlreiche Gründe. Sie glänzte in ihrer Karriere nicht nur als herausragende Richterin, sondern besaß als Führungskraft die wertvolle Gabe, andere mitzureißen, und war ein echtes Vorbild. Sie hatte einen guten Draht zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und leistete wo nötig auch wertvolle Überzeugungsarbeit. Ihre Offenheit für neue Ideen und ihre Bereitschaft, die Initiative zu ergreifen, machten sie zu einer erfolgreichen und respektierten Führungspersönlichkeit.
Luitgard Wiggenhauser trat 1987 in den höheren Justizdienst des Landes Baden-Württemberg ein, zunächst als Richterin am Amtsgericht Ravensburg. 1989 wechselte sie an das Landgericht Ravensburg. 1999 wurde sie von dort erstmals an das Oberlandesgericht Stuttgart abgeordnet. Nach der erfolgreichen Erprobungsabordnung kehrte sie kurzzeitig an das Landgericht Ravensburg zurück, wurde dann im Januar 2001 zur Richterin am Oberlandesgericht Stuttgart ernannt. Im September 2004 übernahm Frau Wiggenhauser den Vorsitz einer Zivilkammer am Landgericht Ravensburg und die Ausbildungsleitung für Rechtsreferendare. Am 1. Juli 2006 wurde sie zur Direktorin des Amtsgerichts Biberach und 2011 zur Präsidentin des Landgerichts Hechingen ernannt. Im Mai 2021 wechselte sie als Vizepräsidentin an das Oberlandesgericht Stuttgart, das sie nach dem Weggang von der Präsidentin des Oberlandesgerichts in den Ruhestand auch kommissarisch leitete. Präsidentin des Landgerichts Ravensburg wurde sie im Juni 2023.


