Fast 250 Menschen kamen am Samstag, den 3. Oktober 2026 in Ravensburg zusammen, um unter dem Motto „es brennt“ für mehr sozialgerechten Klimaschutz und Lebensgrundlagen eine Menschenkette zu bilden. „Auch wenn wir mit den Spitzenwerten von Demonstrationen in der Fridays-for-Future-Hochphase nicht mithalten können, ist der BUND als Mitorganisator mit 250 Teilnehmern an der Aktion sehr zufrieden“, so Maike Hauser, Geschäftsführerin vom BUND Bodensee-Oberschwaben. „Denn die Menschenketten waren am Samstag in unterschiedlichster Länge an sehr vielen Orten in Deutschland sichtbar.“
Symbolisch und zentral war eine Menschenkette zwischen Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe und dem Bundeskanzleramt in Berlin. Denn unsere Verfassung bietet vielerlei Grundlage für den Schutz unserer Lebensgrundlagen. Zentral ist insbesondere Artikel 20a des GG – der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen. Durch das Urteil des Verfassungsgerichts von 2021 wurde auch die damit verbundene Verantwortung gegenüber künftigen Generationen klargestellt. Parallel zur Achse Karlsruhe-Berlin bildeten sich in über 100 weiteren Städten in Deutschland Menschenketten – so auch in Ravensburg.
Angesichts der Hitzerekorde, Flächenbrände und Wasserkrisen hat sich hier ein breites Bündnis von Natur- und Klimaschutzverbänden, Gerechtigkeitsbewegungen, Wandel-Gruppierungen und 4Future-Zusammenschlüssen aufgemacht, um gemeinsam Forderungen für den Erhalt der Lebensgrundlagen zu stellen! Der BUND hat auf diversen Kanälen zur Aktion aufgerufen und auch das Orgateam vor Ort mit unterstützt. Nach einem zehnminütigem Schweigen wurden anschließend als Zeichen für den notwendigen Neustart weiße Blätter hochgehalten. „Es gibt inzwischen genug sichtbare Zeichen, dass wir spät dran sind mit ernst gemeintem Klimaschutz. Aber es bleibt die Hoffnung, dass es nicht zu spät ist“, so Hauser.

