Die Stadt Weingarten hat sich im landesweiten Wettbewerb um die Fußverkehrs-Checks 2026 durchgesetzt. In der Kategorie „Ortsmitten“ wird nun untersucht, wie das Zentrum der Stadt für Fußgängerinnen und Fußgänger noch attraktiver und sicherer werden kann.
„Für die Lebensqualität insbesondere von Kindern und älteren Menschen, aber auch für den lokalen Einzelhandel und die Gastronomie spielt ein attraktiver öffentlicher Raum eine zentrale Rolle. Sichere und komfortable Wege laden die Menschen dazu ein, möglichst viele Strecken zu Fuß zurückzulegen. Der Straßenraum wird damit wieder zum Lebensraum“, sagte die Landtagsabgeordnete Anna Wiech (Bündnis 90/Die Grünen) am Dienstag.
Gerade in Weingarten ist das ein Gewinn: Rund um die Basilika und in der Innenstadt sind täglich Einheimische, Gäste und viele Studierende der beiden Hochschulen zu Fuß unterwegs. „Weingarten ist eine Stadt der kurzen Wege. Wenn diese Wege auch gut und sicher begehbar sind, profitieren alle – vom Schulkind bis zur Seniorin mit Rollator“, so Wiech.
Ein Jahr lang wird ein Fachbüro die aktuelle Situation in Weingarten analysieren und Verbesserungsvorschläge erarbeiten. Seit 2015 fördert das Land Fußverkehrs-Checks für Städte und Gemeinden. Dabei erfassen Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Verwaltung und Fachleuten bei Begehungen und Workshops die Stärken und Schwächen im örtlichen Fußverkehr.
„Die Menschen vor Ort wissen sehr genau welche Übergänge für Kinder gefährlich sind, wo die Bordsteinkanten für einen Rollstuhl zu hoch sind und wo der Wohlfühlfaktor zum Bummeln fehlt. Der Fußverkehrs-Check bietet die Chance, dieses Wissen zu bündeln und gemeinsam Lösungen im Gesamtpaket zu finden. Ich kann alle Weingartenerinnen und Weingartener nur ermutigen, sich daran zu beteiligen“, so Wiech weiter.
Die Erfahrungen aus vergangenen Fußverkehrs-Checks zeigen, dass die Beteiligung vor Ort das Verständnis für die Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgängern deutlich stärkt – in der Verwaltung wie in der Kommunalpolitik. „Weingarten hat ein überzeugendes Konzept vorgelegt. Ich bin optimistisch, dass dabei gute Ideen herauskommen, und freue mich darauf, die Umsetzung zu begleiten“, so Wiech abschließend.
Neben Weingarten profitieren elf weitere Kommunen sowie der Rhein-Neckar-Kreis mit drei kreisangehörigen Kommunen von der aktuellen Förderrunde.


