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Towerstars leisten sich derben Abend in Dresden

Bild: F.Enderle

Die Ravensburg Towerstars haben das Wochenende leider ohne Punkte abgeschlossen. Nach der Heimniederlage gegen Düsseldorf setzte es am Sonntagabend gegen die noch punktlosen Dresdner Eislöwen eine 2:5-Niederlage. Problematisch gestaltete sich bereits die Startphase, denn nach knapp fünf Minuten stand ein 3-Tore-Rückstand auf der Anzeigetafel.

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Die Towerstars mussten erneut auf den angeschlagenen Verteidiger Florin Ketterer verzichten. Somit lief dieselbe Mannschaft wie am Freitag beim Tabellenschlusslicht auf. Vor 3.728 Zuschauern in der Dresdner JOYNEXT Arena versuchten die Oberschwaben von Beginn an Druck zu machen und das gelang. Noch nicht einmal eine Minute war gespielt, da feuerte Denis Pfaffengut aus dem Hintergrund einen Schlagschuss auf das kurzzeitig leere Tor der Eislöwen. Doch schon im Gegenzug folgte der erste Rückschlag. Ausgerechnet Ex-Towerstars-Verteidiger Oliver Granz brach auf halbrechter Seite durch und überwand Towerstars-Keeper Ilya Sharipov mit einem platzierten Schuss ins linke Kreuzeck.

So hatten sich das die bislang sieglosen Gastgeber vorgestellt und verbannten die Towerstars auch danach in die Rolle der Statisten. Nach dreieinhalb Minuten drückte mit Alec Ahlroth der nächste Ex-Kollege den Puck zum 2:0 über die Linie. Nicht einmal zwei Minuten später schlug ein noch abgefälschter Schuss von Tyler Spink zum 3:0 ein. Die Verunsicherung seiner Mannschaft schon in der Anfangsphase sollte Trainer Johan Pennerborn später als „Katastrophe“ titulieren.

Immerhin halfen eine Auszeit und ein Torhüterwechsel dabei, danach etwas Ruhe ins Spiel zu bekommen. Kontinuierlich entwickelten die Oberschwaben den nötigen Druck für offensive Aktionen und der Anschlusstreffer lag durchaus in der Luft. Dresden wirkte trotz des 3-Tore-Vorsprungs in der eigenen Zone nicht immer souverän. Hinzu kamen verstärkt Strafzeiten. In der 14. und 15. Minute mussten kurz hintereinander gleich zwei Eislöwen-Akteure auf die Strafbank. Die doppelte Unterzahl nutzte Matthew Struthers schon nach 13 Sekunden zum 3:1-Anschlusstreffer. Leider wurde es trotz ansprechendem Powerplay versäumt, in der verbleibenden Überzahl den nächsten Treffer nachzulegen. So ging es dann auch mit dem 3:1 in die erste Pause.

Im zweiten Spielabschnitt schienen die Ravensburger Cracks zunächst im Spiel angekommen zu sein. Doch insbesondere in der Rückwärtsbewegung wirkten sie viel zu träge und zu weit weg in den Zweikämpfen. Das hatte alsbald Folgen. Dane Fox verwertete in der 28. Minute bei einem schnellen Konter auf der rechten Seite seinen eigenen Nachschuss. Nun war auch Konrad Fiedler erstmals geschlagen. Als erneut Tyler Spink nur 23 Sekunden später auf 5:1 erhöhte, schien das Spiel vollends über Bord geworfen. Bedingter Lichtblick: Nach einem Alleingang von Odeen Tufto in der 31. Minute war das Tor zwar kurzzeitig verschoben, der Nachschuss von Robbie Czarnik wurde aber dennoch als reguläres Tor gewertet. Allerdings war für Odeen Tufto das Spiel danach beendet, da er nach einem Foul mit dem Bein voraus in den Torpfosten geknallt war. Wenig später musste dann auch noch Verteidiger Philipp Mass nach einem hohen Stock blutend vom Eis.

Es sprach von selbst, dass die Towerstars einen schnellen Anschlusstreffer benötigen würden, um nochmals in Reichweite zu kommen. Gegen die nun tiefer stehenden Eislöwen fehlte allerdings der offensive Druck und letztlich passierte auf beiden Seiten nichts mehr. „Wir haben leider einen schwer enttäuschenden Abend hingelegt. Wir waren nach den Erfahrungen vom Testspiel vor zwei Wochen vorgewarnt und sind denselben Problemen erlegen. Das Spiel war für uns schon nach fünf Minuten vorbei“, sagte ein äußerst unzufriedener Trainer Johan Pennerborn nach dem Spiel.