Dank eines klaren 5:1-Auswärtssiegs in Weiden haben sich die Ravensburg Towerstars am vorletzten Spieltag der Hauptrunde Platz 4 und das damit verbundene Heimrecht im Viertelfinale gesichert. Dort warten die Bietigheim Steelers, deren fünfter Tabellenplatz in der bevorstehenden Abschlusstabelle ebenfalls bereits feststeht.
Die Begegnung startete auf beiden Seiten zunächst zögerlich. Erst nach rund fünf Minuten kamen die Gastgeber zur ersten nennenswerten Chance. Wenig später folgte auch die erste Ravensburger Möglichkeit, doch Mark Rassell versprang die Scheibe beim Abschluss. Eher weniger gut verlief auch eine numerische Überzahl ab der 9. Spielminute. Hier kamen die Ravensburger Special Teams nicht in ihre Powerplay-Aufstellung. Gleiches galt wenig später auch für die Blue Devils. Hier hatte Robbie Czarnik sogar die Großchance auf die Führung in numerischer Unterzahl. Der Towerstars-Kapitän fand seinen Meister allerdings im Weidener Torhüter Michael McNiven. Auch danach brannte im Startabschnitt nicht wirklich viel an, folgerichtig ging es torlos in die erste Pause.
Im zweiten Spielabschnitt setzte es bereits nach 31 Sekunden eine Strafzeit gegen Simon Sezemsky, doch die Oberschwaben standen erneut gut in der eigenen Zone. Weiden wirkte dennoch engagierter und präsentierte sich mit mehr Zug zum Tor. Diese Phase dauerte etwa bis zur 27. Minute, ehe die Towerstars – auch bedingt durch eine Strafzeit der Blue Devils – den viel zitierten Schalter umlegen konnten. Zwar blieb das Powerplay erneut ungenutzt, doch knapp fünf Minuten später brachten die Cracks von Coach Bo Subr die nun gewonnenen Spielanteile endlich auf die Anzeigetafel. Odeen Tufto wurde von Nick Latta auf die Reise geschickt und der Puck rutschte zwischen den Beinschienen des Torhüters zum 0:1 über die Linie.
Fünf Minuten nach der Führung kam es dann zu einer durchaus kuriosen Szene. Erik Karlsson feuerte aufs Tor, die Ravensburger Fans jubelten – doch Hauptschiedsrichter Markus Schütz winkte zunächst ab, signalisierte zeitgleich aber den Videobeweis. Das Spiel lief jedoch weiter, und den Konter verwerteten die Gastgeber zum vermeintlichen 1:1-Ausgleich. Der Videobeweis machte den Weidener Treffer jedoch zur Makulatur, denn der Puck war bereits eine dreiviertel Minute zuvor eindeutig hinter der Weidener Torlinie gewesen. Die Konsequenz war klar: Der Treffer der Gastgeber wurde annulliert, stattdessen lagen die Towerstars nach 37 Minuten mit zwei Toren in Front.
Zur Schlüsselszene des Spiels kam es dann 43 Sekunden vor der zweiten Pause. Blue-Devils-Stürmer Noah Samanski bekam eine Strafzeit aufgebrummt, die in den Schlussabschnitt übertragen wurde. 61 Sekunden nach dem Wiederanspiel lenkte Mark Rassell einen Schuss von Erik Karlsson aus der Halbdistanz unhaltbar zum 0:3 ab. Damit war auch die Moral der Gastgeber sichtlich gebrochen. Die Towerstars kontrollierten das Spiel weitestgehend souverän; was dennoch durchkam, war sichere Beute von Torhüter Nico Pertuch. Als Kapitän Robbie Czarnik über die rechte Seite zum Tor zog und den Puck trocken zum 0:4 durch die Beine des Weidener Torhüters schob, war das Spiel endgültig entschieden. Der Torhunger der Oberschwaben war zur Freude der 30 mitgereisten Towerstars-Fans jedoch noch nicht gestillt. Alec Ahlroth fälschte einen Schuss von Florin Ketterer drei Minuten vor Schluss zum 0:5 ab. Zwei Strafzeiten gegen Marvin Schmid und Nick Latta bescherten Weiden dann aber doch noch den Ehrentreffer. In doppelter Unterzahl stocherte Noah Samanski den Puck fünf Sekunden vor der Schlusssirene zum 1:5 über die Linie und verhinderte damit Nico Pertuch´s zweiten Shutout der Saison.
„Natürlich sind wir zufrieden mit den drei Punkten und dem Umstand, dass wir das Heimrecht im Viertelfinale absichern konnten. Spielerisch gab es aber einige Punkte, die wir am Sonntag und erst recht in den Playoffs verbessern müssen“, sagte Towerstars-Coach Bo Subr und ergänzte: „Wir haben in manchen Phasen mit dem Puck zu schlampig agiert. Zumindest haben wir zur rechten Zeit die Treffer markiert.“
Am Sonntag schließen die Towerstars die Hauptrunde mit einem Heimspiel gegen Regensburg ab. Während es für die Towerstars nur noch darum geht, die Generalprobe vor den Playoffs siegreich zu gestalten und mit einem guten Gefühl in zwei freie Tage zu gehen, braucht Regensburg mindestens einen Punkt, um die direkte Playoff-Qualifikation sicher unter Dach und Fach zu bringen. Es wartet also auf jeden Fall ein interessantes Hauptrundenfinale in der CHG Arena. Wichtig: Spielbeginn ist bereits um 17 Uhr.
Tickets gibt es noch im Fanshop, im Ticket-Webshop sowie an der Abendkasse. Die Partie wird auch live auf Sporteurope.TV übertragen.


