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Towerstars siegen beim Tabellendritten Rosenheim

Ein von Marvin Schmid abgelenkter Puck geht knapp am Tor vorbei. Bild: F.Enderle

Die Ravensburg Towerstars bleiben in Tuchfühlung mit den Top 4 der DEL2. Das Team von Coach Bo Subr siegte beim Tabellendritten Rosenheim mit 1:3. Für die Treffer sorgten Robbie Czarnik mit einem Doppelpack sowie Anselm Gerg, der für sein erstes DEL2-Tor gefeiert wurde.

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Beide Teams starteten vor 3.790 Zuschauern eher gemächlich ins Spiel, der erste Treffer ließ jedoch nicht allzu lange auf sich warten. Drei Minuten und acht Sekunden waren gespielt, als die vierte Ravensburger Sturmreihe für die 0:1-Führung sorgte. Luca Hauf spielte sich entschlossen in die gegnerische Zone und bediente den auf rechts mitgelaufenen Anselm Gerg. Der 21-Jährige legte sich die Scheibe zurecht und verlud Starbulls-Keeper Christopher Kolarz. Zwei Minuten später geriet die Führung jedoch in Gefahr, als Philipp Mass zwei Minuten wegen Beinstellens aufgebrummt bekam. Das Ravensburger Unterzahlspiel ließ allerdings so gut wie nichts zu.

In der 8. Minute hatten Anselm Gerg und seine Reihenkollegen eine weitere gute Szene vor dem Rosenheimer Tor, diesmal fehlte jedoch das Scheibenglück. Gleiches galt für die erste Formation rund fünf Minuten später: Robbie Czarnik traf die Scheibe beispielsweise nicht richtig, sie blieb am linken Pfosten liegen. Unterbrochen wurde die starke und geduldige Phase der gut eingestellten Towerstars von zwei weiteren Strafzeiten. Das Rosenheimer Powerplay war nun zwar druckvoller, an Towerstars-Keeper Ilya Sharipov gab es jedoch kein Vorbeikommen.

Im zweiten Spielabschnitt hatten die Towerstars erstmals die Chance, in numerischer Überzahl die Führung auszubauen. Doch Rosenheim stellte die Passwege effektiv zu, auch für Distanzschüsse gab es keine Gelegenheiten. Das ungenutzte Powerplay war vor diesem Hintergrund etwas ärgerlich, da Rosenheim ab der zweiten Hälfte des Mitteldrittels noch einen Tick druckvoller agierte und die Führung zunehmend in Gefahr geriet. Allerdings präsentierten sich die Gastgeber dabei auch verstärkt ungeduldig. So auch in der 36. Minute, als sich Erik Karlsson die Scheibe in der neutralen Zone eroberte und nach schnellem Antritt Robbie Czarnik mit einem steilen Pass bediente – das 0:2. Nur eineinhalb Minuten später folgte eine Szene mit durchaus Schlüsselcharakter: Nach einem Notfoul von Niklas Hübner gab es einen Penalty für die Gastgeber, den eher schwachen Anlauf von C. J. Stretch konnte Ilya Sharipov jedoch ohne Probleme entschärfen. So ging es mit der nicht unverdienten Zwei-Tore-Führung der Oberschwaben in die Pause.

Es war keine Überraschung, dass die Oberbayern im Schlussabschnitt das Tempo erhöhen würden. Das Team von Towerstars-Coach Bo Subr fand jedoch erfolgreiche Mittel und Wege, die Angriffe ins Leere laufen zu lassen. Das lag zum einen an der disziplinierten Defensivarbeit an der eigenen blauen Linie, zum anderen am soliden Stellungsspiel sowie den starken Reaktionen von Ilya Sharipov. Dieser musste dann allerdings doch den ersten Treffer hinnehmen – auf äußerst kuriose Weise. Dominik Tiffels brachte die Scheibe weit vor der blauen Linie im hohen Bogen in Richtung Tor, Ilya Sharipov wurde vom Abfangversuch von Philipp Mass irritiert und der Puck senkte sich zum 1:2 ins Ravensburger Netz. Urplötzlich war die zuvor gedämpfte Stimmung im Rosenheimer ROFA-Stadion wieder da.

Doch nur 19 Sekunden nach dem Wiederanspiel folgte die nächste Szene, die das Spiel hätte enorm beeinflussen können: Dominik Kolb checkte Anselm Gerg hart von hinten in die Bande. Nach Sichtung des Videobeweises verhängten die Unparteiischen folgerichtig fünf Strafminuten. Die Towerstars versäumten es allerdings, aus der langen Überzahl Kapital zu schlagen. Damit blieb Rosenheim in Reichweite und es bahnte sich eine dramatische Schlussphase an.

Die Towerstars wirkten jedoch abgeklärt und diszipliniert in den Zweikämpfen – auch als Starbulls-Coach Jari Pasanen 95 Sekunden vor Schluss eine Auszeit nahm und den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis nahm. Die Oberschwaben behielten die Ruhe, gewannen die Bully sund nachdem drei Versuche, den Puck im leeren Tor unterzubringen, gescheitert waren, netzte Kapitän Robbie Czarnik zum 1:3 ein. Drei wertvolle Punkte waren gesichert, damit sind die Towerstars punktgleich mit den Eisbären Regensburg auf Platz 4.

„Wir sind sehr glücklich über die drei Punkte, die wir uns dank einer effektiven Defensivarbeit hart erkämpfen mussten. Es war klar, dass es in diesem stets lauten Stadion schwer zu bestehen ist, aber die Jungs sind zusammengestanden und haben die Führung aufopferungsvoll verteidigt“, lobte Towerstars-Coach Bo Subr sein Team.

Am Sonntag kämpfen die Towerstars auf eigenem Eis um 18.30 Uhr gegen die Lausitzer Füchse um die Fortsetzung der starken Phase.