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„Wettbewerb der Ideen“ – Neujahrstreffen des CDU Stadtverbandes 

Das Wahljahr leitete August Schuler – Stadtverbandsvorsitzender und Landtagsabgeordneter – beim Neujahrsempfang der CDU im gut besuchten Kornhaussaal einund Erster Bürgermeister Simon Blümcke warb für die EuropawahlSchwerpunkt war aber die Wissenschaft mit einer Analyse von Professor Thomas Spägele (Rektor der Hochschule Ravensburg-Weingartenfür gezielte Zuwanderung.

Keine Verbotspartei
Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen (Gemeinderat, Ortschaftsräte, Kreistag) berichtete August Schuler, dass es für 2019 leichter gewesen sei, neue Köpfe für die Listen zu gewinnen. Wesentlich ist dem Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes, dass der Wahlkampf ein Wettbewerb der Ideen werde. Ideen für Lösungen seien allemal besser als der nicht gerade seltene vorschnelle Ruf nach Verboten. Mit Blick auf die gleichzeitigen Wahlen zum Europaparlament (EP) wies Schuler darauf hin, dass es für die Vertretung des südlichen Württemberg im EP nur einen Kandidaten mit Chancen gebe, nämlich den CDU-Abgeordneten Norbert Lins.

Hochschulen in der Region
Zahlen können belegen, was man im Stadtbild auch wahrnehmen kann: Wenn es in einer Kommune Hochschulen gibt, dann ziehen diese junge Leute an, die danach vielleicht sogar dauerhaft in der Region als Fachkräfte oder Existenzgründer bleiben. Umgekehrt verlieren Kommunen ohne Hochschulen viele Schulabgängerohne von Zuzügen zu profitieren. Dieser Befund  so der promovierte Maschinenbauer Thomas Spägele  verstärkt bundesweit noch die demographische Entwicklung zu einer älter werdenden Gesellschaft. Hinzu komme ein europaweiter Trend, wonach die Landflucht aus kleineren Gemeinden in die Städte zunehme. Diesbezüglich halte sich die Zuzugsregion Oberschwaben mit aktiven Landgemeinden nach wie vor gut. Gerade deshalb sei freilich auch der Staat mit Investitionen insbesondere in der Infrastruktur gefordert, um die Attraktivität zu halten. Spägele warb bei der Landes- und der Bundespolitik – Gast beim Neujahresempfang war auch Bundestagsabgeordneter Axel Müller  für die dauerhafte Zukunftsfähigkeit der Hochschulen im Ländlichen Raum, die gerade in Baden-Württemberg in den letzten fünf Jahrzehnten bewusst jenseits der Metropolen entstanden sind.

Internationalität und Zuwanderung
Für die Hochschuleselbst sei es auch unerlässlich, junge Menschen aus aller Welt einzuladen, um gerade in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern die Studentenzahlen zu stabilisieren. Trotz immer mehr Studierendegehen nämlich die Anmeldungen beispielsweise für die technischen Fächer (Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Physik) zurück. Auch daher erfolgen an der Hochschule Ravensburg-Weingarten Vorlesungen und Seminare verstärkt auf Englisch, um so international an Attraktivität zu gewinnen. So gebe es an der Hochschule insbesondere einen großen Anteil Studierender aus Indien, die vielfach in Deutschland bleiben wollen – im Idealfall in der Region, die sie kennenDie Erfahrung zeige auch, dass sich gerade solche Absolventen in die örtliche Gemeinschaft einbringen – nicht selten mit hörbarem oberschwäbischem Akzent. Zuzug und Zuwanderung sind also – so Spägele abschließend – für die Zukunftsfähigkeit der Region Bodensee-Oberschwaben unerlässlich.

Plädoyer für Europa
In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Europa-Union in der Region warb Simon Blümcke engagiert für Europa. Denn gerade die aktuellen Brexit-Verwerfungen machten die Notwendigkeit für Zusammenarbeit deutlich. Für den Ersten Bürgermeister ist auch wichtig, dass man um Ideen durchaus streiten könnedass man letztlich aber zu einer tragfähigen Synthese finden müsse. Dabei zitierte er den früheren französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d‘Estaing: Einigkeit ist göttlich und gut.

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