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Westermayer diskutiert mit Siebtklässlern über Tierhaltung 

Vergangene Woche war der CDU-Bundestagsabgeordnete Waldemar Westermayer zu Besuch am Welfen-Gymnasium in Ravensburg. Dort sprach er mit 21 Schülerinnen und Schülern der Klasse 7b über Tierhaltung. Die Klasse hatte im vorigen Schuljahr den baden-württembergischen Landeswettbewerb Tierschutz gewonnen. Unterstützt von ihrer Biologie-Lehrerin Beate Steidle hatten sich die Schüler in ihrem Projekt für die Abschaffung der Kleingruppenhaltung bei Hühnern eingesetzt. Doch dies war nur eines von vielen Themen in der zweistündigen Diskussionsrunde mit dem Abgeordneten, der als Kreisvorsitzender gleichzeitig den Bauernverband vertrat. Auch zum Kürzen der Schnäbel bei Hühnern, Kupieren der Schwänze bei Schweinen, Tötung männlicher Küken und Einsatz von Antibiotika in der Tiermast hatten die 12- und 13-Jährigen viele Fragen und machten Verbesserungsvorschläge. Westermayer, der selbst jahrzehntelang einen landwirtschaftlichen Betrieb geführt hatte, ging auf die Fragen und Vorschläge der Schüler ausführlich ein. Er gab zu bedenken, dass eine Steigerung des Tierwohls mit Gesetzen allein nicht zu erreichen sei. Schlussendlich sei es der Verbraucher, der bereit sein müsse, für Verbesserungen in der Tierhaltung einen höheren Preis zu bezahlen, egal ob es um Milch, Eier oder Fleisch gehe.

Eindringlich warnte der Abgeordnete vor nationalen Alleingängen. Das Verbot der Käfighaltung in Deutschland habe bereits zu einer Abwanderung der Produktion ins Ausland geführt, z. B. nach Tschechien, wo Käfighaltung erlaubt sei. Der CDU-Politiker plädierte daher für europaweite Standards. „Beim Tierschutz brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Europa“, mahnte Westermayer.

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