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Werke zeigen Einzelschicksal 

In einer begleitenden Ausstellung zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus zeigt das ZfP Südwürttemberg Werke von Schülerinnen und Schülern der Lindenschule Bodnegg. Die Ausstellung mit dem Titel „Den Opfern ein Gesicht geben: Ruppert Villinger“ ist vom 16. Januar bis 12. Februar im Zentralgebäude in Weissenau zu sehen.

 Die ausgestellten Werke entstanden 2015 als Beitrag zur Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus am ZfP in Weissenau. Schülerinnen und Schüler der Klasse H3 der Lindenschule Bodnegg befassten sich damals künstlerisch mit der Biographie Ruppert Villingers. 1940 wurde der psychisch Erkrankte nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie Bad Schussenried im Zuge der sogenannten „Euthanasie-Aktion“ von den Nationalsozialisten nach Grafeneck  deportiert und dort ermordet.

In Mischcollagen aus Wachs stellten die jungen Künstlerinnen und Künstler Lebensstationen Ruppert Villingers dar. Die Collagen geben einem der vielen Opfer ein Gesicht, lassen mit Farben, Bildausschnitten und Zeichnungen ein Einzelschicksal aus der Masse hervortreten. So erhält der Betrachter bewegende Einblicke in Kindheit, Arbeit und Klinikaufenthalte des geborenen Stuttgarters.

Die Ausstellung ist vom 16. Januar bis 12. Februar 2017 im Foyer des Zentralgebäudes am ZfP Südwürttemberg in Weissenau, Weingartshofer Straße 2, zu sehen. Das ZfP Südwürttemberg erinnert in einer zentralen Gedenkveranstaltung am 27. Januar in Weissenau an die Opfer des Nationalsozialismus. Manfred Lucha, Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg, wird an der Veranstaltung teilnehmen.

 

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