rv-news.de
Ravensburg Regionales Schussental Top-Thema

Umfassende praktische und schulische Vorbereitung auf den Pflegeberuf

Christine Reitmeier (vorne) und Liza Riemann haben in eindrücklicher Weise in Szene gesetzt, wie der Alltag von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aussieht. Die Gäste im Institut für Soziale Berufe (IfSB) waren berührt.  Bild: IFSB

Das Institut für Soziale Berufe (IfSB) präsentierte im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums das Zwei-Personen-Stück von Brian Lausund „Ich erinnere mich genau“. Die zahlreichen Gäste erhielten einen tiefgehenden und berührenden Einblick in das Thema Demenz und die Herausforderungen bei der Betreuung demenziell erkrankter Menschen.

 Die Schauspielerinnen Christine Reitmeier und Liza Riemann spielten eine Mutter-Tochter-Beziehung, die durch die Erkrankung der Mutter an Demenz auf die Probe gestellt wurde. Sowohl den Betroffenen als auch den engen Angehörigen, die die häusliche Pflege übernehmen, ringt die Erkrankung viel ab. Entsprechend waren es Szenen, die unter die Haut gingen. Auch den Pflegeprofis unter den Besucherinnen und Besuchern sind viele Situationen bekannt. Sie haben jedoch den Vorteil, dass sie in der praktischen und in der schulischen Ausbildung umfassend auf die pflegerischen Themen vorbereitet werden, die weit über das Thema Demenz hinausgehen.

Umfassende pflegerische Ausbildung

„In der Ausbildung lernt man fünf bis sechs verschiedene Pflegebereiche kennen,“ erklärt Claudia Reiff, Schulleitung der Berufsfachschule für Pflege am IfSB. Bei Pflichteinsätzen im Krankenhaus, in der Langzeitpflege, in der ambulanten Pflege, in der Pädiatrie, in der Psychiatrie und in einem frei wählbaren Bereich wie etwa Rehabilitation, Hospiz, Tagespflege oder Teilhabe sammeln die Auszubildenden umfassende Praxiserfahrungen. Das IfSB ermöglicht auch Einsätze im Ausland. Unlängst absolvierten zum Beispiel zwei Auszubildende ihren Psychiatrieeinsatz in Frankreich.

Spannende Karrierechancen

So vielfältig wie die Möglichkeiten und Erfahrungen in der Ausbildung sind, so zahlreich sind die Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung im Laufe des Berufslebens. Die Bandbreite reicht von Schulungen zu speziellen Themen im Tagesformat bis hin zu umfassenden Qualifizierungen. Zu letzteren gehören etwa die Fortbildung zur Pflegeexpertin oder zum Pflegeexperten im Bereich Wundmanagement, die Weiterbildungen zur Praxisanleitung von Auszubildenden oder zur Leitung einer Station beziehungsweise eines Wohnbereichs sowie die Qualifizierung zur Einrichtungsleitung. Viele Qualifizierungen werden vom IfSB angeboten. Der akademische Bereich bietet Studiengänge im Bereich Pädagogik, Management oder Wissenschaft. „Die Ausbildung eröffnet sehr gute Karrieremöglichkeiten, wie es in kaum einem anderen Beruf möglich ist,“ ist Reiff überzeugt.