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Towerstars siegen gegen Bad Tölz nach Verlängerung 

Die Ravensburg Towerstars haben die spielerische Überlegenheit im ersten und letzten Spieldrittel immerhin in zwei Punkte umgemünzt. Insbesondere im zweiten Spielabschnitt erwiesen sich die Tölzer Löwen jedoch als der erwartet unangenehme Gegner.

Die Towerstars starteten vor 2567 Zuschauern äußerst zielstrebig und schnellen Kombinationen in die Partie. Auch wenn die Gäste nach knapp drei gespielten Minuten die Führung bei einem 2-1 Break auf dem Schläger hatten, war das 1:0 durch den eiskalt abgeschlossenen Sololauf von Mathieu Pompei der verdiente Lohn einer starken Startphase. Sehenswert war hier durchaus auch der präzise Pass von Sören Sturm aus der eigenen Zone.

Die frühe Führung tat dem Ravensburger Spiel freilich gut, die Towerstars waren überlegen und die Gäste durften sich bei ihrem Torhüter Andreas Mechel bedanken, nicht deutlicher zurückzuliegen. Mechel parierte beispielsweise stark gegen den völlig vor dem Tor freistehenden Robbie Czarnik (7.Min), auch beim Alleingang von Olivier Hinse (12. Min.) blieb der Löwen-Keeper Sieger des Duells.

Insgesamt bestimmten die Towerstars den Startabschnitt und waren auch in den Zweikämpfen immer einen Schritt schneller. Lediglich in den letzten fünf Minuten des Startdrittels spielten die Gäste wesentlich selbstbewusster mit. Dieser Trend setzte sich auch zu Beginn des Mittelabschnitts fort, was sich im 1:1 Ausgleich nach nur 54 Sekunden widerspiegelte. Luca Tosto wurde im Slot freigespielt und auch wenn dieser die Scheibe nicht richtig traf, rutschte sie im Überraschungsmoment durch die Schoner von Towerstars Keeper Jonas Langmann.

Die Towerstars reagierten jedoch prompt. Zweieinhalb Minuten später lief die Scheibe selbstbewusst nach vorne und Kilian Keller überwand den Tölzer Torhüter mit einem verzögerten Drehschuss. Der Puck rutschte in regelrechtem Zeitlupentempo hinter den Schonern des gegnerischen Torhüters über die Torlinie.

Die Führung sorgte jedoch nur bedingt für eine nachhaltige Spielkontrolle, denn in der Folgezeit sollten die Towerstars meist in numerischer Unterzahl agieren müssen. In der 26. Minute erwischte es zunächst Andreas Driendl wegen Beinstellens, 22 Sekunden später gesellte sich Kilian Keller mit einem verunglückten Rückhandschlenzer über die Glasumrandung auf die Strafbank hinzu. Sowohl die doppelte, als auch einfache Unterzahl wussten die Gäste zu nutzen. Innerhalb von 55 Sekunden machten die Tölzer Löwen aus dem 2:1 ein 2:3, Kyle Beach und Yannick Drews waren die Torschützen.

Die Towerstars reagierten mit forciertem Tempo und in der 30. Minute war es erneut Mathieu Pompei, der vor dem Tor den Puck noch einmal um Andreas Mechel herumzog und dann nur noch ins leere Gäste-Gehäuse einschieben musste.

Es folgte dann allerdings eine eher hektische Phase durch Strafzeiten-Entscheidungen, die nicht immer unumstritten waren. Ein ungeahndetes Stockfoul gegen den Kopf von David Zucker brachte zudem einiges an Unmut von den Rängen und der Ravensburger Bank mit sich. Zwischen der 34. und 39. Spielminute fanden sich die Oberschwaben gleich zweimal für lange Zeit in doppelter Unterzahl wieder, doch mit viel Unterstützung von den Fans überstanden die Towerstars diese brenzlige Phase ohne Gegentreffer. Dennoch ging es mit einem 3:4 Rückstand ins Schlussdrittel. Weil sich die Zuordnung nach überstandener Unterzahl nicht schnell genug vor dem eigenen Tor sortierte, konnte MacAulay effektiv nachsetzen.

Das Schlussdrittel sollte dann ordentlich Spannung mitbringen. Die Towerstars verstärkten die Offensive und wirkten nach hinten offener. Das Spiel wog mit hochkarätigen Chancen jetzt hin und her. Zwei Minuten nachdem ein Handgelenkschuss von MacAuley an den linken Ravensburger Pfosten knallte, erlöste Mathieu Pompei die Teamkollegen und Zuschauerränge mit dem vielumjubelten 4:4 Ausgleich.

Die Towerstars hatten das Momentum jetzt klar auf ihrer Seite und sie wollten mehr. Robbie Czarnik zog in der 56. Minute entschlossen vor das gegnerische Tor, 45 Sekunden später hatte Mathieu Pompei viel Pech bei einem Pfostenknaller. Weitere Treffer blieben Fehlanzeige, die Verlängerung musste entscheiden.

Hier gingen die Towerstars etwas höheres Risiko ein und das wurde belohnt. Ondrej Pozivil spielte einen starken Pass auf den in der neutralen Zone lauernden Olivier Hinse und der blieb diesmal klarer Sieger im 1-1 Duell gegen Andreas Mechel. Mit dem 5:4 war die Entscheidung gefallen und die Towerstars hatten zwei weitere Punkte auf der Habenseite gebucht.

1:0 05:26 Pompei (Sturm) 1:1 20:54 Tosto (MacAulay, Dibelka) 1:2 23:18 Keller (Driendl, Schwamberger) 2:2 26:45 Beach (Mechel, 5:3) 2:3 27:40 Drews (Schlager, Borer, 5:4) 3:3 29:36 Pompei (Sturm, Driendl) 3:4 39:55 MacAulay (Wehrs, Beach) 51:12 EQ Driendl (Sturm, Keller) 63:35 EQ Hinse (Czarnik, Pozivil). Strafminuten: Ravensburg 12, Bad Tölz 4. Zuschauer: 2567

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