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„Täter Helfer Trittbrettfahrer“ – NS Belastete in Oberschwaben 

WEINGARTEN

Nach 12 Jahren der Nazidiktatur wurden die dafür verantwortlichen „Großtäter“ abgeurteilt. Die restlichen „Nazis“ wurden im Zuge der Entnazifizierung letztlich zu „Mitläufern“ erklärt, also gesellschaftlich und politisch freigesprochen. Vielerorts wurde über ihr Wirken im „Dritten Reich“ der „Mantel des Schweigens“ ausgebreitet. Dass das NS-Regime ohne die willfährigen Handlager und Täter im Kleinen nicht funktioniert hätte, wurde im öffentlichen Bewusstsein allzu lange verdrängt.

Das seit 2008 bestehende Projekt „Täter Helfer Trittbrettfahrer – NS-Belastete in der Region“, an dem inzwischen über 50 Autorinnen und Autoren beteiligt sind, hat sich zum Ziel gesetzt, diese regionalen Forschungsdefizite aufzuarbeiten. Inzwischen sind vier Bände mit über 70 Täterbiographien aus dem ostwürttembergischen Raum und Oberschwaben erschienen. Weitere Bände zum Bodenseeraum und zu Südbaden folgen. Damit wurde und wird ein wesentlicher Beitrag zur Erforschung des Nationalsozialismus im deutschen Südwesten geleistet.

Der Ravensburger Historiker und Oberstudienrat i.R. Wolf-Ulrich Strittmatter wird Band 4 der Buchreihe zu Oberschwaben vorstellen und auf Biographien einiger von ihm erforschten NS-Persönlichkeiten der Justiz, der schulen und der SS aus Ravensburg und Weingarteneingehen.

Der Vortrag steht im Rahmen der Reihe „Forum Regionalität“ des Zentrums für Regionalität und Schulgeschichte und beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

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