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Straßensanierung und Baugebiete beschäftigen die Weissenauer 

(spd) Der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern im Wohnquartier sind eine wichtige Grundlage für sozialdemokratische Politik in der Stadt Ravensburg. Dieses Fazit zieht der SPD-Ortsverein aus dem Bürgerdialog, zu dem die SPD am Donnerstag nach Weissenau eingeladen hatte. Es gelte, die Sorgen und Nöte der Anwohner zu hören. „Gleichzeitig“, so betont Manfred Ströhm, der Vorsitzende des Ortsvereins, „nehmen wir wertvolle Anregungen für die Arbeit im Gemeinderat und im Ortsverein mit.“

In entspannter Atmosphäre mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, das ist das Ziel der Bürgerdialoge, zu denen die Ravensburger SPD in die verschiedenen Wohnbezirke der Stadt einlädt. Unter dem Motto „Jetzt reden Sie – wir hören zu“ stellen sich Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sowie Mitglieder des Vorstandes und des Ortschaftsrates den Ravensburgern. Engagiert diskutierten diesmal Anwohnerinnen und Anwohner aus Weissenau und Weingartshof mit den Genossinnen und Genossen. Dies geht aus einer Pressemitteilung der SPD hervor.

Marode Straßen sind den Bürgerinnen und Bürger aus Weissenau ein Dorn im Auge. „Da ist seit 60 Jahren nichts mehr gemacht worden“, empörte sich eine Anwohnerin. Besonders nannte sie die Kohlerstraße und die Straße Am Kanal.

Was den Weissenauern ihre Straßensanierung ist, ist den Weingartshofern die Weissenauer Halde. Sie treibt die Erschließung des dortigen Baugebietes um. Auf dem schmalen Sträßchen ist bislang Begegnungsverkehr nur möglich, wenn über private Flächen wie Hofeinfahrten oder Garagenzufahrten ausgewichen wird. Weitere geschätzte 100 Fahrzeuge im geplanten Neubaugebiet geschweige denn Schwerlastverkehr während der Bauzeit halten die Anwohner für unmöglich. „Das führt zum Chaos, die Leute parken jetzt schon in meinem Hof. Wie soll das gehen, wenn in der Zukunft noch Besuch von weiteren 50 Haushalten zu erwarten ist?“ Über die Informationspolitik der Stadtverwaltung ärgern sich die Bürgerinnen und Bürger von Weingartshof. Ihren Unmut über die mangelnde Transparenz und daraus sie ergebende Gerüchtelagen über eine klammheimliche Auftragsvergabe für eine Bauplanung in diesem Gebiet ließen sie sich beim SPD-Bürgerdialog aus. Die Genossen versprachen nachzufragen bei den Verantwortlichen der Stadt und eine weitere Informationsveranstaltung direkt im Baugebiet einzufordern (siehe nachgefragt).

Unterschiedlicher Ansicht sind sich die Generationen, was den Bedarf an Wohnraum in der Stadt und in ihrem Ortsteil betrifft. Freute sich ein in der Abteistraße Gebürtiger, dass dort mittlerweile wieder mehr Familien mit Kindern zu erwarten sind, so drückte eine andere Weissenauerin ihre Skepsis hinsichtlich verschiedener Bauvorhaben in Weißenau aus. Zum einen würden weitere vorhanden Grünflächen zugebaut und zum anderen würden diese Kinder irgendwann auch wieder wegziehen. Dann wäre man gleich weit wie heute, wo viele Einfamilienhäuser nur noch von einzelnen Personen bewohnt würden.

Was für Personen mit geringerem Einkommen bezahlbaren Wohnraum betrifft, waren sich die Teilnehmenden beim Bürgerdialog mit der SPD einig. Ein noch festzulegender Anteil an Neubauwohnungen müsse diese Kriterien erfüllen. Diese Zahl sei verbindlich und einzuhalten. Die Bürger forderten die anwesenden Ratsvertreterinnen und Ratsvertreter auf, ihre Kontrollfunktion der Stadtverwaltung gegenüber wahrzunehmen. Wieder nutzten die Gäste im Bürgerdialog die Gelegenheit, die anwesenden Stadträtinnen und Stadträte auch zu anderen Themen zu befragen. So ging es unter anderem um erforderlichen Lärmschutz, wenn der Molldietetunnel eines Tages kommen sollte. Ortsvereinsvorsitzender Manfred Ströhm versprach, die Anliegen mitzunehmen und über die Fraktionsmitglieder im Stadtparlament weiter voranzutreiben. Er verwies auf die zu erwartende Verkehrsentlastung in der Friedrichshafener Straße nach der Fertigstellung südlichen Bauabschnitts der B30.

„Wir bleiben in Kontakt“, versprachen der Vorsitzende. „Danke fürs Zuhören“, entgegneten die Dialoggäste, nicht ohne das Versprechen abgegeben zu haben, auch künftig die Unterstützung der SPD einzufordern. Vorausgegangen war dem Bürgerdialog im „Weissenauer Hof“ ein Vor-Ort-Termin im Sanierungsgebiet Weissenau. SPD-Ortschaftsrat Felix Rückgauer erläuterte, wo welche Gebäude entstehen sollen und welche Substanz renoviert wird.

Nachgefragt

Aufgrund einer Nachfrage zur möglichen Vergabe einer Bauplanung im Gebiet Weissenauer Halde hat der SPD Ortsverein bei der Ortsverwaltung Eschach nachgefragt und folgende Auskunft erhalten: Für die Weissenauer Halde wurde ein Architekt beauftragt eine Massenstudie mit Grobkörnung zu erstellen, jeweils für 2000 qm und 3000 qm Wohnfläche. Es ist also kein Bebauungsplan! Dem Ortschaftsrat wird die Studie im Juli vorgestellt. Beschlussfassung ist für September/Oktober geplant. Vorher wird es noch eine Bürgerinformation geben.

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