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Stiftung „Solidarität am Ort“ gegründet 

„Heimat, Zuhause, Hinschauen, Vernetzen, Nachbarschaft, Freunde“ – Begriffe, die das Konzept der christlichen Nächstenliebe auf eine zeitgemäße Art beschreiben und für eine aktuelle Struktur stehen: Am vergangenen Freitag ist die Stiftung „Solidarität am Ort“ ins Leben gerufen worden, die Familien sowie kranke und alleinstehende Menschen in der Stadt unterstützen will. Stiftungsmitglieder sind die 13 katholischen Kirchengemeinden, die Caritas Bodensee-Oberschwaben, die katholischen Krankenpflegevereine Obereschach, Ravensburg und Weißenau sowie die katholische Fördergemeinschaft Taldorf.

Die Stiftung reiht sich in die Vielzahl der in den vergangenen Jahren in der Region gegründeten Stiftungen ein und begibt sich unter das treuhänderische Dach der Bürgerstiftung Kreis Ravensburg. Sie stellt sich in den Zusammenhang solidarischen Handelns und Helfens, wie es auch von der Landespolitik gefordert und gefördert wird. Dementsprechend ließ es sich Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha nicht nehmen, vor rund 100 Gästen die Festrede im Gemeindesaal Dreifaltigkeit in der Weststadt zu halten.

Lucha zeigte sich begeistert von der Idee und bezeichnete sich selber als „heimlichen Paten“ der Stiftung. Mit ihrem Anliegen stärke sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie die Integration aller Bevölkerungsgruppen und leiste so einen Beitrag gegen Extremismus. Die Botschaft müsse lauten: „Kein Mensch wird im Stich gelassen.“ Strukturen der Nachbarschaftshilfe würden gestärkt und vernetzt. Wichtig sei, dass Menschen möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben und entsprechend ihrer Bedürfnisse Hilfe und Unterstützung erhalten könnten.

Pfarrer Hermann Riedle zog eine Parallele zur biblischen Erzählung vom barmherzigen Samariter. In diesem Sinne wolle die Stiftung Menschen beistehen, die Hilfe brauchen. Und sein Kollege Reinhold Hübschle verwies auf den Stiftungszweck, wonach die Förderung unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft oder Religion erfolgt. Die Stiftung fördert das bürgerschaftliche Engagement für nachbarschaftliche Hilfen. Unterstützt werden laut Stiftungszweck zudem kranke, alte und behinderte Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, sowie Menschen in sozialen Notlagen. Einzelpersonen können nachbarschaftlich oder seelsorgerisch begleitet werden oder Zuschüsse für Leistungen erhalten, die von anderen Sozialträgern nicht übernommen werden. Die Stiftungsgründer bringen zusammen ein Stiftungskapital von 120.000 Euro ein. Aus dessen Erträgen sowie Spenden können Projekte und Einzelpersonen unterstützt werden.

Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp zeigte sich von der Hilfsbereitschaft für alle bedürftigen Einwohner Ravensburgs begeistert – unabhängig von Religion und Herkunft. Die diversen regional tätigen Stiftungen bereicherten das soziale und kulturelle Leben. Laut Michael Kübel, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Kreis Ravensburg, hat diese in den vergangenen zehn Jahren über 350 Projekte mit fast einer halben Million Euro unterstützt. Dabei müsse die Hilfe oft nicht nur finanziell sein, sondern auch rein zwischenmenschlich.

 

 

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