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Sternenkinder“ erhalten letzte Ruhestätte 

WANGEN
Eltern, die ihr Kind noch vor der Geburt verlieren, haben die Möglichkeit, ihr Totgeborenes auf dem Friedhof St. Wolfgang in Wangen bestatten zu lassen. Möglich macht dies die Unterstützung durch die Stadt Wangen, die anonyme Grabstellen sowie Gedenkplatten zur Verfügung stellt und so den Eltern einen würdigen Ort für ihre Trauer bietet.

Im Frühjahr 2014 hat man mit Hilfe der Stadt die erste bronzene Platte zum Gedenken an die „Sternenkinder“ gesetzt. „Sternenkinder“ werden totgeborene Kinder oder Fehlgeburten genannt. „Oft erst nach Wochen oder Monaten wünschen sich Eltern, einen Ort, an dem sie ihren verlorenen Kindern gedenken können“, erklärt Antonia Kleinheitz, Krankenschwester der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Wangen. „Der Wunsch nach einer deutlich erkennbaren Grabstelle wurde seitens der Eltern immer stärker, sodass ich und auch im Namen der Eltern über die Spende der Stadt Wangen sehr dankbar bin“, sagt die Krankenschwester.

Oberbürgermeister Michael Lang freut sich, dass er helfen kann: „Wir sind froh, dass wir denjenigen, den solch ein Unglück widerfahren ist, zur Seite stehen können und so einen Beitrag zur Verarbeitung leisten können.“ Auch der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Wangen, Dr. Elmar-D. Mauch, war bei der Einweihung der Grabplatten anwesend. Er lobt die Unterstützung, die das Netzwerk Schifra von der Beratungsstelle Grüner Turm aus Ravensburg leistet. „Medizinisch werden die Frauen zwar bestens versorgt, emotional aber stoßen die Pflegekräfte an ihre Grenzen. Dann wird professionelle psychosoziale und emotionale Unterstützung notwendig“, weiß der Chefarzt aus Erfahrung und führt weiter aus: „Mein besonderer Dank gilt denen, die die Angehörigen in ihrer Trauer begleiten. Dazu gehören die Mitarbeiter der Beratungsstelle Grüner Turm, der Caritas Bodensee-Oberschwaben, die Krankenhausseelsorger sowie unsere Hebammen und Krankenschwestern, die sich liebevoll diesen Eltern annehmen.

Liv Pfluger, Netzwerk Schifra, überreichte Dr. Mauch, Antonia Kleinheitz sowie der Hebamme Doris Reinalter, Abschiedsmappen zur einfühlsamen Trauerbegleitung für betroffene Eltern. Diese enthalten wertvolle Hinweise über Informationsstellen und Literaturhinweise in der schweren Zeit. Die feierliche Segnung im ökumenischen Geiste, hielt der Krankenhausseelsorger, Diakon Stjepan Meznaric, ab.

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