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„Sie waren für uns ein Glücksfall“ 



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Ohne Claudia Choleva-Gnann gäbe es die Ravensburger „Galerie in der Caritas (GiC)“ in ihrer heutigen Form wohl eher nicht. Die in Schlesien geborene Künstlerin und Dozentin für Französisch lebt seit Mitte der 1980er Jahre in der Ravensburger Südstadt und hatte 2003 die Idee, die Zentrumsräume der Caritas Bodensee-Oberschwaben in der Seestraße 44 auch kulturell zu einem wichtigen Treffpunkt zu machen. „Mein Vorschlag fand schnell Gehör und stieß bei den Caritas-Verantwortlichen auf spontane Zustimmung und Begeisterung“, erinnert sie sich dankbar. Auch die Stadt Ravensburg signalisierte Unterstützung. Gemeinsam wurde die Idee einer „Galerie in der Caritas“ umgesetzt und Claudia Choleva-Gnann übernahm ehrenamtlich deren Leitung sowie die Programmgestaltung und das Ausstellungsmanagement.

Rund 50 Ausstellungen kuratierte Claudia Choleva-Gnann in den vergangenen 15 Jahren. „Die Gruppe von Künstlern, die ich für dieses Projekt begeistern konnte, wird in siebenwöchigem Abstand sehr verschiedenartige Werke ausstellen“, kündigte sie in ihrer Vernissagen-Rede zur ersten „GiC“-Ausstellung mit Kunstfotografien von Traudel Knorrenschild an. Zu den Kunstausstellungen, in denen regionale und auch internationale Künstler ihre Werke – von Fotografie über Malerei bis hin zu Collagen und Skulpturen – präsentierten, gesellten sich im Wechsel Ausstellungen im Rahmen von Schul- und Kinderkunstprojekten oder auch Wanderausstellungen. „Einige Künstler haben wegen Ausstellungen bei mir angefragt, auf andere wieder bin ich zugegangen“, berichtet Claudia Choleva-Gnann, die in der „GiC“ auch eigene Werke ausstellte. Sie habe zwar keine  Dankesschreiben, aber von diversen Künstlern zum Dank kleine Kunstwerke erhalten, erinnert sie sich: „Einer malte sogar extra ein Bild für mich.“

In besonders schöner Erinnerung hat Claudia Choleva-Gnann die Kooperation der Caritas mit der Malschule Fritzenschaft aus Vogt bei der Ausstellung „Ein Brunnen für Sera“. Dabei wurden Gemälde und Zeichnungen von Kindern versteigert und der Erlös von über 500 Euro kam einer Gemeinde in Kamerun zugute, wo in der Folge ein Brunnen gebaut werden konnte. Parallel zu ihren „GiC“-Aktivitäten engagierte sich Claudia Choleva-Gnann in der Bürgerinitiative Goetheplatz, organisierte Stadtteil-Sommerfeste mit und initiierte den Bau des Goetheplatz-Brunnens. „In der Galerie fand damals begleitend eine Ausstellung der Brunnenmodelle für den Goetheplatz statt, sodass sich jeder vorab ein Bild machen konnte, bevor er mit seiner Unterschrift für einen Brunnen votierte“, berichtet sie.

In all den Jahren profitierte die „Galerie in der Caritas“ vom Know-how, dem sicheren Kunst-Gespür und den zahlreichen Künstlerkontakten Choleva-Gnanns, die bei Barbara Ehrmann, Professor Jörg Bachofer und Antonio Zecca an der Freien Kunstschule Ravensburg ihr Kunststudium weitergeführt hatte. Unterstützung in Sachen Galerie erhielt sie von Caritas-Mitarbeiterin Martha Bentele, die sich um Einladungen und die  Öffentlichkeitsarbeit kümmerte. „Mein Sohn Till gestaltete zudem die Jahresflyer der Galerie und Plakate, mein Sohn Manuel entwickelte die Website der Bürgerinitiative“, erzählt sie. Die Galerie-Arbeit habe großen Spaß gemacht und ihr auch selbst viel gegeben, zieht sie eine positive Bilanz. „Ich mag Ravensburg und ich mag die Südstadt.“

„Sie sind eine ausgezeichnete Netzwerkerin und waren für uns ein Glücksfall“, lobt Angelika Hipp-Streicher, Caritas-Fachleiterin Familie und Integration. „Wir wollen Ihrem Anspruch an ein lebendiges und kulturelles Südstadt-Zentrum auch weiterhin gerecht werden.“

Zukünftiger Ansprechpartner für die Galerie wird Christian Mayer, Mitarbeiter bei der Caritas, sein. Mayer ist erster Vorsitzender des im Mai 2015 gegründeten Neuen Ravensburger Kunstvereins e.V. (NRVK). „Ich bin zwar kein Kunstexperte, aber Kulturliebhaber“, sagt er. Jeder, der gute Ideen habe und sich künftig für die „Galerie der Caritas“ engagieren wolle, sei im Team willkommen.

„Im Rahmen von vier Ausstellungen im Jahr werden wir das Konzept fortführen. Wir planen ab Herbst 2018 ein jahresübergreifendes Programm und freuen uns, dass Claudia Choleva-Gnann die erste Ausstellung im Rahmen der diesjährigen Kunstnacht begleiten und das Team mit ihrer Kompetenz auch zukünftig unterstützten wird“, sagt Angelika Hipp-Streicher.

Wer Interesse am Mitmachen hat, kann sich gerne melden: Telefon 0751 36256-13

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