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Sensoren senken Wasserverluste 


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In diesen Tagen hat die TWS Netz GmbH im Bereich Weingarten eine automatisierte Rohrnetzüberwachung in Betrieb genommen. „Mithilfe von Sensoren im Leitungsnetz und einer täglichen Auswertung der Messdaten erkennen wir Wasserverluste frühzeitig und halten sie so möglichst gering“, erklärt Michael Scheible, Bereichsleiter Technik der TWS Netz. Nach der erfolgreichen Einführung der neuen Technologie in Weingarten wird die TWS Netz die digitale Messtechnik nach und nach in ihrem gesamten Versorgungsnetz etablieren.

Kurze Reaktionszeit hält Wasserverlust gering

Bereits in den Wintermonaten hatte der Netzbetreiber die Voraussetzungen für das Monitoring im Untergrund geschaffen: In das zirka 70 Kilometer lange Versorgungsnetz von Weingarten wurden zunächst acht Ultraschallsensoren integriert. Zwei weitere arbeiten seit einigen Tagen in den Trinkwasser-Hochbehältern Bockstall und Reutebühl. „Alle zehn Messeinrichtungen senden wichtige Informationen verschlüsselt direkt an einen Rechner der TWS Netz“, informiert Michael Scheible. Eine Software gleicht die Werte ab und meldet die Veränderungen an die diensthabenden Mitarbeiter. Auf diese Weise können Ursachen für veränderten Wasserdurchfluss schnell erkannt werden. Im Falle eines Verlusts im Versorgungsnetz verkürzen sich die Reaktionszeiten deutlich. Denn die Sensoren sind so platziert, dass undichte Stellen schnell geortet werden können. Der Betreiber des Trinkwassernetzes ist so fortlaufend gut informiert über den Zustand der Rohrleitungen und kann die erforderlichen Maßnahmen wie Reparaturen sicher priorisieren. Voraussetzung für das effiziente Schadensmanagement ist ein hydraulisches Rechennetzmodell. Es bildet das Versorgungsnetz, die betriebsnotwendigen Verbrauchsflüsse sowie den Trinkwasserzufluss ab. Die Informationen, die die im Netz installierten Messstellen liefern, werden mit dem hydraulischen Rechennetzmodell verlinkt, um Veränderungen und Auffälligkeiten festzustellen.

Effizienz im Netzbetrieb steigt
Die TWS Netz unterhält ein rund 380 Kilometer langes Trinkwassernetz in Ravensburg, Weingarten und Eschach und versorgt dort rund 68.000 Menschen. Zusätzlich unterstützt das Unternehmen acht weitere Kommunen in der Region im Bereich der örtlichen Trinkwassernetze. Neben der Hygiene ist die Höhe der Wasserverluste eine wichtige Kennzahl für die Versorgungsqualität. „Im Falle einer Leckage mussten wir bislang das Rohrnetz aufwändig überprüfen. Die automatisierte Überwachung stellt eine immense Erleichterung im Betrieb dar“, führt Michael Scheible aus. Mit Hilfe des neuen Systems können Wasserverluste schneller lokalisiert und Lecks rasch repariert werden. „Das führt auch zur Entlastung und wir können Mitarbeiter für andere Aufgaben einsetzen“, fügt der Bereichsleiter an. Mit der automatischen Durchflussmessung macht die TWS Netz einen wichtigen Schritt in die Zukunft. Andernorts entwickeln Experten den Ansatz von Wasserverlustmonitoring 4.0 im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes weiter.

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