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Schulfruchtprogramm: Josef-Wilhelm-Schule geht leer aus 


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Keine Gratisäpfel mehr für Schüler der Ravensburger Josef-Wilhelm-Schule (JWS) aus dem Europäischen Schulfruchtprogramm: Mit dem Schuljahr 2013/2014 endet auch die Unterstützung für die Sonderberufsschule des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW). Grund: Die JWS gehöre nicht mehr der Zielgruppe an.

„An apple a day keeps the doctor away.” Diesen englischen Spruch, der den Beitrag der täglichen Portion Obst für die Gesundheit preist, kennt jedes Kind. Und für Tausende Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg gehört der tägliche Griff in die Kiste mit Gratisobst zum Pausenalltag. Dafür sorgt das Schulfruchtprogramm der EU, das die „Vitaminspritze“ finanziell fördert. Ziel ist es, den jungen Menschen nahezubringen, dass gesunde Ernährung wichtig ist – und auch schmeckt.

180 Kilogramm Äpfel lieferte das Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee im Rahmen dieses Programms pro Woche auch an die Josef-Wilhelm-Schule. Doch damit ist wohl nun Schluss. Im nächsten Schuljahr steht die Sonderberufsschule des BBW nicht mehr auf der Liste der begünstigten Einrichtungen. Und das sind: Kindertageseinrichtungen, erste bis vierte Klassen und Ganztagesschulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung.

 Schulfruchtprogramm engt Zielgruppe ein
Für JWS-Rektor Klaus Hagmann und BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke ist jedoch klar: Als Sonderberufsschule habe man erstens einen Ganztagesbetrieb und nehme zweitens „ganz sicher auch besondere pädagogische und soziale Aufgaben“ wahr. So lernen Jugendliche und junge Erwachsene mit besonderem Teilhabebedarf an der JWS ihr theoretisches Rüstzeug für ihren späteren Beruf oder absolvieren ein Berufsvorbereitungsjahr, das sogenannte Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB). Dabei werden sie intensiv betreut und erhalten auch den nötigen Stütz- und Förderunterricht.

 Findet das Aus des EU-Schulfruchtprogrammes für ihre Schule schade: Martina Glas, Lehrerin an der Ravensburger Josef-Wilhelm-Schule.Bild: BBW

Findet das Aus des EU-Schulfruchtprogrammes für ihre Schule schade: Martina Glas, Lehrerin an der Ravensburger Josef-Wilhelm-Schule.Bild: BBW

Dennoch: Für das EU-Schulfruchtprogramm zählt die JWS nicht zur „engeren Zielgruppe“. Und wie das Regierungspräsidium Tübingen vor wenigen Wochen mitteilte, wird die bisher praktizierte Öffnung des Programms für derartige Einrichtungen nicht über das nun zu Ende gehende Schuljahr hinaus verlängert. Sollte keine andere Lösung gefunden werden, bleibt die Apfelkiste in der BBW-Schule also vorerst leer.

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