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Qualitätsnetz Bau Bodensee-Oberschwaben eingerichtet 


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Die Initiative der kreisweit tätigen Energieagentur Ravensburg, gefördert durch das Ministerium für Umwelt. Klima und Energiewirtschaft, errichtete zusammen mit benachbarten Energieagenturen in knapp zwei Jahren ein Netzwerk zur Qualitätsverbesserung bei Baumaßnahmen im Neubau und insbesondere bei der Altbausanierung

Nach Förderzusage durch das UM startete die Initiative im Dezember 2013 mit dem Aufbau eines Qualitätsnetzwerks. Vorbilder waren ähnliche Organisationen in Vorarlberg, im angrenzenden Bayern und in der Landeshauptstadt Stuttgart. Mitinitiatoren waren die regionalen Energieagenturen in den Landkreisen Biberach, Bodenseekreis und Sigmaringen. Zielgruppen waren die wesentlichen Bereiche der Baubranche, die Bauherrschaft, Planer, Ausführende und zuständige Baubehörden.

Jetzt, knapp zwei Jahre später, kann der Geschäftsführer der Energieagentur Ravensburg, Walter Göppel, den erfolgreichen Abschluss der Aufbauarbeit kundtun. Am 19.11.2015 überreichte Göppel Umweltminister Franz Untersteller MdL einen prall gefüllten „Werkzeugkoffer“ für Planer und Handwerker, mit den in der Zwischenzeit erarbeiteten Hilfsmitteln zur „praktischen Umsetzung der Wärmewende“. Der Minister sicherte zu, sich für seine Verbreitung in Baden- Württemberg einzusetzen. Dazu plant das Umweltministerium, mit einem Zuschuss, als Starthilfe über mehrere Jahre, die Gründung weiterer Qualitätsnetzwerke zu fördern.

„Nur wenn Planer, Handwerker und Gebäudeeigentümer Hand in Hand zusammenarbeiten und sich über aktuelle Standards und Techniken informieren kann die Wärmewende vor Ort gelingen“, erklärte der Umweltminister. Mit Walter Göppel ist sich der Minister einig, dass die Wärmewende eine der größten Herausforderungen der Energiewende ist.

Rund 70 Prozent des Gebäudebestands in Baden-Württemberg sind aus energetischer Sicht Altbauten. Vergleicht man diese Gebäude mit alten Autos, wären das welche mit einem Durchschnittsverbrauch von rund 20 Litern auf 100 Kilometer. Bedauerlich ist, dass trotz des hohen Altbaubestands und der zahlreichen Fördermittel die Sanierungsrate nur bei etwa einem Prozent liegt. Negative Aussagen und Darstellungen zum Thema Dämmung in den Medien, beispielsweise über den angeblichen Zusammenhang von Dämmung und Schimmelbildung, sorgen zusätzlich für Zurückhaltung bei nötigen Sanierungen.

Ziel muss sein, sagte Agenturchef Göppel, zu einer möglichst flächendeckenden, Gewerke übergreifenden, fachgerechten sowie qualitativ hochwertigen energetischen Sanierung im Gebäudebestand zu kommen. Aus diesem Grund entwickelte die Energieagentur Ravensburg in Zusammenarbeit mit dem Energieberatungszentrum Stuttgart (EBZ), gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft das Qualitätsnetz Bau Bodensee- Oberschwaben.

Es wurde am 5. Dezember 2013 in enger Kooperation mit den Kreishandwerkerschaften Ravensburg, Biberach, Bodenseekreis und Sigmaringen gegründet und hat heute über 280 Mitglieder. Im Laufe der vergangenen zwei Jahre wurden bereits über 30 Seminare und zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt.

 

 

 

 

Bildunterschrift: Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur Ravensburg übergab am 19. November 2015 Minister Franz Untersteller einen prall gefüllten  „Werkzeugkoffer“ zur praktischen Umsetzung der Wärmewende für Planer und Handwerker in Baden- Württemberg.

 

 

 

Zusatzinformationen:

 

Investitionsvolumen und Energie- sowie CO2-Einsparungen in der Region Oberschwaben (Landkreise Ravensburg, Biberach, Bodenseekreis und Sigmaringen)

 

  • Zirka 376.619 Wohneinheiten, davon rund 70 % vor 1978 erstellt
  • Zirka 67 % der Heizungsanlagen sind älter als 17 Jahre
  • Investitionsvolumen bei einer jährlichen 2prozentigen Sanierungsrate: Zirka 377 Millionen Euro, entspricht Arbeit für rund 3.200 Fachleute
  • Jährliche Wärmeeinsparung: Zirka 2 Milliarden Kilowattstunden (entspricht 200 Millionen Liter Heizöl)
  • Jährliche CO2-Einsparung: Zirka 600.000 Tonnen

 

 

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