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Pfarrerin Palm nach acht Jahren verabschiedet 

Nach acht Jahren als evangelische Seelsorgerin am  St. Elisabethen-Klinikum und am Heilig-Geist-Spital hat Pfarrerin Irene Palm Ravensburg verlassen. In Blaubeuren hat sie eine neue Stelle in der Gemeindeseelsorge angetreten. Vor rund 100 Gästen lobte beim Abschied im EK Codekan Dr. Gottfried Claß ihre freundliche, zugewandte und verlässliche Art. Für viele tausend Patienten und Angehörige hatte Irene Palm ein offenes Ohr und ist ihnen zur Seite gestanden

„Ich bin unendlich dankbar für diese kostbare Zeit“, blickte Irene Palm auf die Jahre in Ravensburg zurück. „Die Kapelle ist mir schon sehr ans Herz gewachsen“, legte sie auf den Gottesdienstraum im neuen EK ganz besonders Gewicht. Seit der Gründung des Fördervereins „Freunde der neuen Kapelle im EK“ im Jahre 2011 ist sie dessen stellvertretende Vorsitzende.

Dieses Engagement hob Eva-Maria Meschenmoser, die Erste Landesbeamtin im Landkreis Ravensburg, hervor. Mit dem Abschied der Pfarrerin falle das Erreichen des Spendenziels von 200 000 Euro zusammen. Irene Palm habe sich von Anfang an in die Gestaltung der Kapelle eingebracht und so mit dafür gesorgt, dass im EK ein weithin beachtetes Kleinod entstanden ist. Als Palm nach Ravensburg kam, stand noch das alte EK. Heute ist es vollständig den Neubauten gewichen. Palms Zeit in Ravensburg sei immer von Baustellen begleitet gewesen, sagte Meschenmoser. Äußerlich habe sich viel gewandelt. Doch die innere Architektur des EK und der OSK mit der Orientierung am christlichen Menschenbild und einem hohen Stellenwert für die Seelsorge sei gleich geblieben, betonte Meschenmoser.

„Kirche muss den Menschen zeigen, dass sie sich an ihnen freut. Das haben Sie immer gekonnt“, sagte OSK-Geschäftsführer Dr. Sebastian Wolf zur scheidenden Pfarrerin.  Es sei klar gewesen, dass eine Klinikseelsorgerin nach einer gewissen Zeit wieder eine neue Aufgabe übernimmt. Als die Nachricht von der Wahl Irene Palms in Blaubeuren publik wurde, habe dies dennoch ein wenig Betroffenheit ausgelöst. Irene Palm könne in dem Bewusstsein gehen, dass das Seelsorgeteam in dem ökumenischen Geist, den sie mit geprägt hat, weiterarbeiten wird. Seelsorge an Kranken erfolge in der OSK „auf der Grundlage eines umfassenden christlichen Menschenbildes, mit Bezug auf den einenden Gott“, betonte Dr. Wolf. Ökumene werde so für die Menschen als Alltäglichkeit und ganz selbstverständlich erlebbar. Dankbar sei man der evangelischen Kirche, dass sie mit der Wiederbesetzung der Stelle zügig begonnen habe.

Mit persönlichen Worten würdigten Thomas Albrecht, stellvertretender Leiter der Station A 31, und der katholische Krankenhausseelsorger Pfarrer Dieter Sasser das Wirken von Irene Palm. Thomas Albrecht schilderte eindrücklich, wie eng, wichtig und vertrauensvoll die Zusammenarbeit mit der Pfarrerin für die Pflegekräfte ist. „Krankenhausseelsorge ist nicht nur eine andere Stelle, sie ist fast schon ein anderer Beruf“, fasste Pfarrer Sasser zusammen. „Mit neuen Dimensionen und Seiten des Pfarrerseins.“

Die Unmittelbarkeit der Begegnungen ist für Irene Palm eine entscheidende Dimension ihrer Ravensburger Jahre gewesen. „Zuerst steht die Begegnung von Mensch zu Mensch. Wenn sie gelingt, dann entsteht eine Beziehung – wieder von Menschen zu Mensch.“ Diese Beziehung aufzubauen, sei ihr in jeder Begegnung wichtig gewesen. „Kaum jemand hat mein Angebot, den Segen zu sprechen, abgelehnt.“

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