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O-S-S wirft Schatten voraus 


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„Die Oberschwabenschau ist das Beste aus zwei Welten: viel Tradition, viel Moderne“, sagte Willi Schaugg bei der heutigen Pressekonferenz der Oberschwabenschau. Als Geschäftsführer der Veranstaltungsgesellschaft live.in.Ravensburg weiß er, wo die großen Veränderungen liegen: „Wir sind ja Verbraucher- und Fachmesse zugleich, Fachmesse für land- und forstwirtschaftliche Themen. Speziell auf dem Acker und im Stall hat die Digitalisierung in den vergangenen Jahren für immense Veränderungen gesorgt. Das kann man natürlich auch bei uns auf der Oberschwabenschau erleben: Auf dem Ausstellungsgelände werden viele Lösungen vorgestellt, die vor fünf oder zehn Jahren noch überhaupt nicht denkbar gewesen wären.“

Dafür steht unter den Ausstellern beispielsweise Christoph Neyer. Er führt seit diesem Jahr in sechster Generation die Geschäfte bei Neyer Landtechnik in Bad Waldsee-Mennisweiler. Mit seinen Studienabschlüssen in Maschinenbau und Digitalisierung verkörpert er die neue Generation und ihre Themen. „Als mein Vater den Betrieb übernommen hat, haben die Bauern noch von Hand gemolken. Melkmaschinen kamen später – und heute verkaufen wir in neun von zehn Fällen vollautomatische Melksysteme. Die sind auch für die Kühe viel angenehmer, weil sie dann zum Melken gehen können, wenn sie selbst möchten.“ Er schätzt die Oberschwabenschau als einen Ort, an dem der Kontakt zwischen Welten zustande kommt: „Nur fünf Prozent der Bevölkerung haben direkt etwas mit der Landwirtschaft zu tun, 95 Prozent hingegen nicht. Hier auf der Messe können wir die beiden Welten miteinander verbinden.“

Rund um die 43.000 Quadratmeter Messegelände und die 51. Oberschwabenschau gibt es einige Neuerungen. Messeleiter Stephan Drescher verweist auf den Agrarfachtag am 17. Oktober, der dieses Jahr erstmals organisiert wird: Etwa 20.000 Landwirte wurden eigens dafür eingeladen. Dutzende Aussteller beteiligen sich am Programm und laden zu Vorträgen, Vorführungen, Workshops und Referaten an ihre Messestände ein. Neues bietet auch anderem die Halle 16: Dort ist der neue Themenbereich „Auto, Technik, Sport“ zuhause. Beispielsweise der Computerspiel-Hersteller Dr. Wuro Games, der Spiele in nostalgischer Optik bietet, auf der Messe kann man sie mit bis zu vier Personen spielen. Bei „Heimat Games“ müssen die zweidimensional-pixeligen Spielfiguren Bier holen, Traktorrennen fahren und Mistgabeln weitwerfen. Fitness-Tests bietet KJC Ravensburg an.

„Noch einmal verbessert haben wir die Halle 2, unsere Sonderschau ‚Ravensburg erleben‘“, berichtet Stephan Drescher. „Ravensburg entdecken, erleben, genießen“ ist das Motto jener Halle, in der die Messebauer liebevoll Altstadt-Kulissen nachgebildet haben und sich nun zahlreiche Ravensburger Unternehmen präsentieren. „Wir haben gut aufgepasst, wie die Halle 2 bei ihrer Premiere im Vorjahr angenommen wurde, und an einigen Stellschrauben gedreht“, sagt Drescher. Ravensburgs Wirtschaftsförderer Andreas Senghas kündigt an: „Wer die Halle betritt, läuft über den blauen Teppich und wird herzlich begrüßt.“ Das übernimmt das Team des Miniatur-Rathauses, das hierfür eigens Richtung Halleneingang verlagert wurde. Besucher können interaktive Ravensburg-Spiele spielen. Täglich von 12 bis 17 Uhr gibt es Programm auf der Bühne von Halle 2. Bertram Kaes moderiert Tanzvorführungen, Kochshows, Spiele und Interviews mit vielen Beteiligten aus ganz Ravensburg. Damit man sitzen, verweilen und genießen kann, sind die Gastronomen dieses Jahr im Bereich der Bühne versammelt, wo man auch nett zusammensitzen kann.

Nicht fehlen darf auf der Oberschwabenschau die Sonderschau „Der grüne Pfad“, die stets vom Landwirtschaftsamt gestaltet wird. Eugen Maucher erklärte auf der Pressekonferenz, was die Messegäste diesmal erwartet: Ein Mischwald wurde in der Ausstellungshalle aufgebaut, etwa 50 Bäume, Buchen und Fichten. Der Wald ist Teil einer oberschwäbischen Landschaft, und über die soll diskutiert werden: „Oberschwaben – Landschaft für alle“ ist der Titel der diesjährigen Schau. Sie soll deutlich machen, welch unterschiedliche Interessen und Anforderungen da aufeinanderprallen: Landwirte, Freizeitsportler, Bauherren und Naturschützer wollen oft nicht dasselbe. „Wir müssen uns miteinander verständigen!“, ist Eugen Mauchers Appell, „wir brauchen Kompromisse, damit das Miteinander möglich wird!“

Mehr Infos zur Messe unter www.oberschwabenschau.de

 

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