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Wirtschaft und Business

Land honoriert Vetters Mobilitätskonzept mit Auszeichnung

Verkehrsminister Winfried Hermann MdL (links) übergibt im Rahmen einer Feierstunde in Ludwigsburg die Landesauszeichnung Wir machen Mobilitätswende in der Kategorie verbesserter und vernetzter Rad- und Fußverkehr an Vetters Umweltmanagementbeauftragten Klaus Edele. Bild: Daniel Kopatsch

Am vergangenen Montag erhielt Vetter, Partner globaler Pharmaunternehmen für die Herstellung teils lebensnotwendiger Medikamente, die Landesauszeichnung Wir machen Mobilitätswende für sein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept. Verliehen wurde der Preis stellvertretend für das Unternehmen an den Umweltmanagement-beauftragten Klaus Edele, der das Mobilitätskonzept unternehmensintern federführend entwickelt und umgesetzt hat.

Der Wettbewerb wurde vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg ausgeschrieben und honoriert wegweisende Vorreitende und Mitgestaltende der Mobilitätswende. In seiner Rolle als größter Arbeitgeber der Stadt Ravensburg setzt sich das Familienunternehmen stark und fortlaufend für nachhaltiges, verantwortungsvolles Handeln ein. Das Mobilitätskonzept des Pharmadienstleisters ist als fester Bestandteil in der übergreifenden Nachhaltigkeitsstrategie verankert.

„Das Thema Nachhaltigkeit denken wir bei Vetter ganzheitlich. Dabei nehmen unsere Mitarbeitenden eine sehr wichtige Rolle ein. Mit einem durchdachten Mobilitätskonzept wollen wir attraktive Möglichkeiten für einen Umstieg auf nachhaltige Fortbewegungsmittel unterstützen“, erklärt Klaus Edele. Ein Schwerpunkt des Mobilitätskonzepts liegt auf der Förderung des Radverkehrs. Im ersten Schritt etablierte das Unternehmen ein attraktives Leasingmodell für Fahrräder, von dem bis heute bereits über 1.700 Mitarbeitende Gebrauch machen. In diesem Zusammenhang installierte Vetter auch über 500 geschützte Abstellplätze, mit entsprechender Infrastruktur wie z. B. Duschmöglichkeiten, an bisher zwei Standorten des Unternehmens. „Das Projekt ist damit noch nicht beendet, wir planen schon Plätze an weiteren Unternehmensstandorten. Die Auszeichnung motiviert uns nur noch mehr, einen wichtigen Beitrag für die Mobilitätswende zu leisten“, so Klaus Edele. Auch die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) wird für die Mitarbeitenden attraktiver gemacht: Neben der finanziellen Bezuschussung von ÖPNV-Tickets baute der Pharmadienstleister das Wegenetz am Ravensburger Standort Schützenstraße so um, dass der Zutritt auf das Werksgelände für ÖPNV-Nutzer direkt und ohne Umwege möglich ist. Zusätzlich investierte Vetter in eine Schnellladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge und trägt durch eine ausbalancierte Mobilarbeitsregelung dazu bei, die CO2-Bilanz der Mitarbeitenden positiv zu beeinflussen.

„Das Mobilitätskonzept von Vetter hat die Jury in seiner Gesamtheit überzeugt: Das Konzept ist ganzheitlich gedacht, es werden Synergien mit vorhandenen Strukturen geschaffen und gemeinsam genutzt. Genau das ist es, was langfristige Nachhaltigkeit ausmacht und hoffentlich viele Nachahmer findet“, so Verkehrsminister Winfried Hermann MdL. „Nachhaltige Mobilität ist nur ein, wenn auch sehr wichtiger, Teil unserer Nachhaltigkeitsoffensive“, so Henryk Badack, Senior Vice President Technischer Service / Internes Projektmanagement bei Vetter. „Wir haben eine Vielzahl an Aktivitäten auf den Weg gebracht, immer mit dem Ziel vor Augen, die drei Säulen unserer Nachhaltigkeitsstrategie – Ökologie, Ökonomie und Soziales – miteinander zu vereinen. Die Bandbreite der Maßnahmen machen wir in unserem ersten Nachhaltigkeitsbericht transparent und wir erläutern unseren weiteren Nachhaltigkeitsfahrplan bis zum Jahr 2029.“


Über „Wir machen Mobilitätswende“

Mit der Landesauszeichnung „Wir machen Mobilitätswende“ werden Menschen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Mobilitätswende engagieren: Sie haben markterprobte Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle, die Verkehr klimafreundlicher, effizienter, sozial gerechter oder wirtschaftlich sinnvoll gestalten und die Mobilität im Land zukunftsfähig machen. Aus insgesamt 55 Bewerbungen wurden 18 In-die-Tat-Umsetzerinnen und Mitgestalter nominiert.  Am 21. November 2022 wurden die insgesamt sechs Gewinnerinnen und Gewinner von Verkehrsminister Winfried Hermann bekannt gegeben. Fünf Preise wurden von einer namhaften Jury innerhalb der Kategorien Antriebswende, Multimodalität und mehr Lebensqualität durch weniger Autos, verbesserter und vernetzter Rad- und Fußverkehr, Ausbau des ÖPNV und innovative On-demand-Verkehre und Geteilte Mobilität: Carsharing und Ridesharing vergeben. Der sechste Preis wurde durch eine Internetabstimmung von der Öffentlichkeit gewählt.

Die Auszeichnung wird von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg und dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg vergeben. Mehr Informationen zum Award, der Publikumsabstimmung und zur Veranstaltung finden Sie hier