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Land förderte Städtebau im Wahlkreis Ravensburg-Tettnang 


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8,535 Millionen Euro erhält der Landkreis in diesem Jahr für die Städtebauförderung. Dies hat das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Stuttgart bekanntgegeben. In diesem Jahr stehen knapp 250 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln zur städtebaulichen Erneuerung zur Verfügung. „Mit der Städtebauförderung erhöht das Land die Attraktivität von Quartieren und Ortskernen. Die Menschen sollen sich in Quartieren wohlfühlen, in allen Orten sollen die Zentren lebenswert bleiben“, so die Wahlkreisabgeordneten August Schuler (CDU) und Manne Lucha (Grüne).

Dahinter steckt auch ein ökologischer Gedanke der grün-schwarzen Landesregierung: „Ortskerne sollen für Bürgerinnen und Bürger anziehend bleiben, damit Neubauflächen an den Rändern geschont und das Erscheinungsbild der Gemeinden erhalten werden“, so MdL Schuler weiter. „Unser Ziel muss es sein, einer gelungenen Innenentwicklung den Vorzug geben, damit wertvolle Flächen geschützt werden können“, ergänzt Manne Lucha.

Die Städtebauförderung sei zudem ein Ausdruck einer weiteren wichtigen politischen Zielsetzung: die Stärkung der Kommunen angesichts des demografischen Wandels. „Im ländlichen Raum sind Ortskerne die Herzkammern vieler Gemeinden. Indem wir Leerstände beseitigen, Wohnraum modernisieren und Flächen für Bauvorhaben zugänglich machen, knüpfen wir an ein zentrales Vorhaben an: die Entwicklung und Stärkung der Quartiere für ein gutes Zusammenleben in Städten und auf dem Land“, betonen die beiden Ravensburger Abgeordneten

Insgesamt 10 Projekte werden in diesem Jahr im Landkreis Ravensburg gefördert, drei davon im Wahlkreis Wangen, der Rest im Wahlkreis Ravensburg. Gefördert wird der Städtebau in Bad Waldsee (700.000 Euro für Altstadterneuerung), Bergatreute (400.000 Euro für Ortskernsanierung), Bodnegg (600.000, Ortskernsanierung), Fronreute (400.000, Ortskern Blitzenreute), Isny im Allgäu (1,94 Millionen, Südlliche Altstadt), Ravensburg (2,8 Millionen, Sanierung der Bauhütte und Einrichtung der Musikschule), Ravensburg-Weißenau, „Weißenau 2010“), Weingarten (132.000, Innenstadtsanierung), Wilhelmsdorf (450.000, Ortskernsanierung) und Wolpertswende (400.000, Ortskernsanierung Mochenwangen).

Lucha und Schuler weisen auf einen wichtigen zusätzlichen Effekt der Städtebauförderung hin: Studien belegen, dass mit jedem Euro, der in die Städtebauförderung fließt, Folgeinvestitionen der öffentlichen Hand und privater Investoren von mehr als acht Euro angestoßen werden. „Das hat wiederum einen positiven Effekt auf die Arbeitsplätze“, erklärt Schuler. Lucha zieht ein positives Fazit der hohen Städtebauförderung: „Das Land hilft der Region bei den wichtigen städtebaulichen und gesellschaftlichen Herausforderungen und schafft zugleich eine Art Konjunkturprogramm in unserem Wahlkreis.“

Ergänzend zur Städtebauförderung unterstützt das Land die Kommunen mit dem Landesprogramm für nichtinvestive Städtebauförderung (NIS). „Unserer grün-schwarzen Regierung ist es ein wichtiges Anliegen, dass Einwohnerinnen und Einwohner aller Generationen am Leben im Quartier aktiv teilnehmen können. Mit diesen Fördermitteln geben wir den Kommunen die Möglichkeit, Bewohnerinnen und Bewohner bei der Gestaltung der Wohnquartiere unmittelbar einzubinden und Quartiersmanagement nachhaltig zu verankern“, betonen Schuler und Lucha.

Diese Projekte reichen vom ehrenamtlichen Engagement, über Freizeitgestaltung, Integration von Migrantinnen und Migranten, Inklusion von Menschen mit Behinderung oder Teilhabe von älteren Menschen. Die Kommunen können die Landesgelder auch für Kinder- und Jugendbetreuung, Sportangebote, Nachbarschaftshilfe oder Spielangebote verwenden. Noch bis zum 28. Juni können Gemeinden hierzu Anträge für das laufende Jahr beim Regierungspräsidium einreichen.

 

 

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