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Kirchner Konstruktionen stellt sich der sozialen Verantwortung 


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WEINGARTEN
Die Stiftung KBZO bietet behinderten, aber auch langzeitarbeitslosen Menschen in seinem Inklusions- und Tochterunternehmen „KBZO Service & Dienste gGmbH“ (S&D) die Chance der beruflichen Qualifizierung. Ziel: im Beruf zu arbeiten.

„Schon vor der Aufnahme in die Sonderberufsfachschulen fragen Eltern nach, wie‘s denn mit ihrem Sprössling nach dem dortigen Abschluss denn weitergeht“, sagt Matthias Stöckle, kaufmännischer Vorstand der Stiftung KBZO. Seit 2005 hat die Einrichtung auch darauf eine ganz konkrete Antwort: die S&D. Das Tochterunternehmen der Stiftung KBZO ist ein so genanntes Inklusionsunternehmen. „Zweck und Auftrag eines solchen Unternehmens es ist, körper- und schwerbehinderte Menschen außerhalb der Werkstätten für behinderte Menschen für den allgemeinen Arbeitsmarkt zu qualifizieren und dort auch zu beschäftigen“, erklärt Bernhard Tyborski, seit Dezember 2016 Bereichsleiter des KBZO-Tochterunternehmens.

Ein Partnerunternehmen der S&D ist seit 2011 die Kirchner Konstruktionen GmbH in Weingarten, deren Kernkompetenz in der Konstruktion anspruchsvoller Aufgaben im Automobilbereich und Sondermaschinenbau liegt. Die Firma zeichnet freilich auch eine hohe Sozialkompetenz aus. Denn Kirchner beschäftigt vier Sonderberufsfachschul-Absolventen der Stiftung KBZO und mit Bernd Egidi (44) einen ehemaligen Mitarbeiter der S&D, die im selben Gebäudetrakt wie Kirchner Konstruktionen in der Heinrich-Hertz-Straße ansässig ist. „Herrn Egidi haben wir zunächst als S&D-Mitarbeiter mit Zeichnungen beauftragt“, sagt Richard Hoffmann, Geschäftsbereichsleiter BMW bei Kirchner. „Wir waren mit seiner Arbeit so zufrieden, dass wir uns im Januar 2016 entschlossen haben, Herrn Egidi ganz zu uns zu holen.“ Hoffmann sieht in Egidi einen Allrounder, der Konstruktionszeichnungen am PC sowohl für BMW und Audi als auch VW und Mercedes-Benz fertigen kann.

Und das, obwohl Egidi den „Technischen Zeichner“ noch am Reißbrett gelernt hat. „Das war später natürlich ein Nachteil in meinen Bewerbungen“, erinnert sich der 44-Jährige. Nach einer CAD-Software-Qualifizierung über die S&D wurde die Kirchner GmbH auf ihn aufmerksam, wo er sich in diesem Bereich zudem weiterbilden konnte. „Mir gefällt es hier sehr gut“, sagt Egidi und weiß das Engagement des Unternehmens zu schätzen. „Es wurde im Neubau sogar extra ein Aufzug installiert“, freut sich der Rollstuhlfahrer. „Über Bernd kam natürlich der Anstoß, aber der Aufzug ist ja auch für alle anderen nützlich, die in irgendeiner Form gehbehindert sind“, sagt Kirchner-Geschäftsführer Markus Elbs, der selbst zusammen mit einem Menschen mit Behinderung aufgewachsen ist.

Matthias Stöckle sieht in Markus Elbs einen Unternehmer, der sich der sozialen Verantwortung aktiv stellt und nicht lange drum herum redet. „Ohne solche Unternehmen tut sich eine Inklusionsfirma schwer“, betont Stöckle und freut sich auf die kommenden Projekte mit Kirchner Konstruktionen. (cr)

 

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