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Innenausbau läuft auf Hochtouren 

Das Gerüst ist weitgehend weg, die lehmfarbene Klinkerfassade fügt sich gut in die Nachbarschaft ein, die großen Glasfronten sorgen für Transparenz: Gut 14 Monate nach Baubeginn vermittelt das neue Begegnungs- und Verwaltungsgebäude der Ravensburger katholischen Gemeinden neben der Liebfrauenkirche einen positiven Eindruck. Und dies nicht nur äußerlich. Auch die Innenräume lassen das Potenzial für kirchliche, caritative und administrative Zwecke erahnen. Die Übergabe des Neubaus ist aufgrund von baulichen Verzögerungen nun erst für Ende August geplant, die feierliche Einweihung für den 15. Oktober.

Pfarrer Hermann Riedle hebt beim Rundgang den Charakter als Treffpunkt für alle Generationen und sozialen Gruppen hervor, als zentrale Bestandteile des Konzeptes „Kirche in der Stadt“. Viel Glas sorgt für eine einladende Atmosphäre vom Haupteingang an der Westfront – direkt gegenüber des Chorraums der Liebfrauenkirche. Durch die Glastüren gelangen die Besucher künftig in den Begegnungsraum mit Sitzgelegenheiten und Thekenbereich, der tagsüber offen ist. Dahinter schließt sich ein großzügiger Küchenbereich an: „Hier kann locker für gut 100 Gäste gekocht und damit die Tradition von ,Einfach essen‘ aus dem Jodoks-Gemeindehaus fortgesetzt werden.“ Und eben für diese Zusatzinvestition suchen die katholischen Gemeinden noch Sponsoren: 250.000 Euro muss die Kirche vor Ort an Spenden aufbringen.

Einladend soll auch der Innenhof mit idyllischem Pfarrgarten sein, der künftig tagsüber als Durchgang von Ost nach West geöffnet und ein Ruhepol mitten in der Stadt sein wird. In diese grüne Oase gelangt man auch aus dem Gemeindesaal, der mit 130 Quadratmetern deutlich größer sein wird, als der 80 qm große Saal im ersten Obergeschoss des alten Gemeindehauses. Bestuhlt bietet er 100 bis 120 Personen, mit Tischen locker 80 bis 90 Personen Platz.

Alle Bereiche des Zentrums sind barrierefrei erreichbar. Das gilt auch für das gemeinsame Pfarrbüro der Gemeinden St. Jodok und Liebfrauen. Die drei Pfarramtssekretärinnen sollen künftig für Gäste und Gemeindemitglieder während der Woche vor- und nachmittags einen erweiterten Service bieten.

Für Barrierefreiheit sorgt auch der Aufzug, der sich je nach Stockwerk seitlich oder vorne öffnet. Im ersten Stock arbeitet in zehn Büros das Team der Gesamtkirchenpflege. Weitere Büros sollen bevorzugt an andere kirchliche Einrichtungen vermietet werden. Die Arbeitsplätze sind alle sehr hell, freundlich und dank Dreifachverglasung vom Straßenlärm abgeschirmt. Eine ganz eigene Atmosphäre hat auch der Gruppenraum im zweiten Obergeschoss, der mit einer Giebelhöhe von rund sechs Metern auf 80 Quadratmetern 50 bis 80 Besuchern Platz bietet.

Pfarrer Riedle legt Wert darauf, dass das Gebäude nach modernsten energetischen Gesichtspunkten geplant wurde. Dreifachverglasung sorgt für Schall- und Wärmeschutz, die Fußbodenheizung wird über acht 125 Meter tiefe Bohrungen mittels Erdwärme gespeist. Langfristig helfe diese Technologie laufende Kosten zu sparen. Beim Bau selber seien durch diverse Zusatzaufwendungen die Gesamtkosten inzwischen bei 4,67 Mio. Euro angelangt, nach der Handwerkerausschreibung waren es noch 4,45 Mio. – eine Überschreitung von knapp fünf Prozent bewege sich allerdings im Rahmen vergleichbarer Projekte. Schließlich sei darin auch die Renovierung des benachbarten Altbaus enthalten, der neben Archivräumen auf zwei Etagen auch Büros zum Vermieten beinhaltet.

Finanziert wird der Neubau mit einer Nutzfläche von rund 1.000 qm durch Rücklagen, Investitionen der Gesamtkirchengemeinden, Zuweisungen der Diözese Rottenburg-Stuttgart, den Verkauf der beiden Gemeindehäuser Liebfrauen und St. Jodok sowie Kredite. Insgesamt sind rund zwei Dutzend Handwerksfirmen beteiligt.

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