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Heilig-Blut-Fest in Bad Wurzach am 14. Juli 

BAD WURZACH
Am Freitag, 14. Juli, findet in Bad Wurzach das traditionelle Heilig-Blut-Fest statt. Bei der seit 1928 stattfindenden Reiterprozession werden wieder etwa 1.500 Reiter und mehr als 5.000 Wallfahrer in der Riedstadt erwartet, die die Heilig-Blut-Reliquie verehren. Die Relique stammt aus dem Privatbesitz von Papst Innocent XII., der diese 1693 einem deutschen Rompilger geschenkt hatte. Das Heilig-Blut-Fest in Bad Wurzach ist die zweitgrößte Reiterprozession in Mitteleuropa.

Die Prozession beginnt um 7 Uhr mit der Abholung der Heilig-Blut-Reliquie in der Stadtpfarrkirche St. Verena. Am Beginn des acht Kilometer langen Prozessionswegs durch die Stadt und die umliegenden Fluren wird dieses Jahr der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Gebhard Fürst, die Reiter mit der Reliquie segnen. Der Bischof wird auch das anschließende feierliche Pontifikalamt um 10.30 Uhr auf dem Gottesberg halten. Das Fest findet seinen Abschluss bei der Bergpredigt an gleicher Stelle ab 14.30 Uhr, die in diesem Jahr Pfarrer Michael Brunn aus dem oberbayrischen Burgkirchen bei Passau halten wird.

Die Heilig-Blut-Reliquie befindet sich seit gut 250 Jahren auf dem Gottesberg. 1764 brachten Paulanerbrüder die Reliquie, die Papst Innocent XII. 1693 dem deutschen Rompilger Martin Denzer aus Albrechts bei Obergünzburg überlassen hatte, nach Bad Wurzach. Die Verehrung der Reliquie nahm bereits damals ihren Ursprung und ließ den Gottesberg in der Folge zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Region werden. Nachdem die Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts längere Zeit für eine Unterbrechung der Wallfahrten gesorgt hatte, wurde die Verehrung der Reliquie mit dem Einzug des Salvatorianerordens auf dem Gottesberg wenige Jahre zuvor 1924 wieder aufgenommen und 1928 erstmals als Reiterprozession mit damals noch 350 Reitern wieder gefeiert.

Seither hat sich die Prozession zu einem festen und wichtigen Bestandteil des Jahreskreises in Bad Wurzach entwickelt. „Das jährlich stattfindende Heilig-Blut-Fest mit dem Blutritt ist ein eindrucksvolles Zeichen des Glaubens und der gelebten Frömmigkeitskultur, die das Leben prägt, gestaltet und trägt“ stellt Bischof Fürst in seinem Grußwort zur diesjährigen Festschrift fest.

Als besonderen Gast kann die Stadt Bad Wurzach in diesem Jahr mit Thomas Strobl den Innenminister des Landes Baden-Württemberg begrüßen. Außerdem wird eine Delegation aus der Partnerstadt St. Helier in Begleitung des stellvertretenden Ministers für Wirtschaft und Tourismus der Kanalinsel Jersey, Murray Norton, der Bürgermeisterin einer Nachbargemeinde“ Sadie Rennard-LeSueu, sowie des katholischen Dekan von Jersey, Nicholas France, anwesend sein.

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