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Gott zu Besuch in Ravensburg 

„Eine Woche Gott zu Besuch – Zu wem würde er gehen? Was würde er tun?“ Das Thema der Predigt- und Gebetswoche Sebastiansoktav macht neugierig und lässt aufhorchen. Sie findet jedes Jahr um den Namenstag des heiligen Sebastian (20. Januar) statt. Dieses Mal knüpft sie an das katholische Kirchenkonzil an, mit dem sich die katholischen Kirchengemeinden der Ravensburger Kernstadt im Jahr 2013 auf der Suche nach neuen Wegen der seelsorgerlichen, liturgischen und karitativen Arbeit gemacht hatte. „Stellen sie sich vor, Jesus kommt heute nach Ravensburg – wo würde er hingehen“, fragte damals der Wiener Patoraltheologe Prof. Dr. Paul M. Zulehner die Konzilsteilnehmer.

Die Predigt- und Gebetswoche hat eine lange Geschichte. Sie steht in engem Zusammenhang mit der Sebastians-Bruderschaft, die im 18. Jahrhundert in der Pfarrei St. Jodok in der Ravensburger Unterstadt entstanden ist. Die Themen der Sebastiansoktav bringen die Jahrhunderte alten Traditionen, die Frage des jüngsten Konzils und die Umgebung der Jodoks-Kirche zusammen. Dabei werden die klassischen Predigten durch kreative Elemente wie Gesprächsrunden, Film oder musikalische Beiträge aufgelockert.

Die Oktav beginnt am Sonntag, 18. Januar, mit dem Gottesdienst „Offene Mitte“ (19 Uhr), bei dem ins Thema „Gott zu Besuch“ eingeführt wird. Musikalisch wird die Eucharistiefeier mitgestaltet von der Band „oh!ton“. Am Montag, 19.1., wird um 19 Uhr der Film „Der Besuch“ gezeigt, in dem auf humorvolle und zugleich tiefgehende Art gezeigt wird, was passieren könnte, wenn Jesus eine Kirchengemeinde besucht. Dies soll in einem Gespräch auf die Ravensburger Kirchensituation übertragen werden.

Gebet für Kranke
Gut besucht ist auch immer der Gottesdienst mit Spendung der Krankensalbung. Er findet am Dienstag (20.1.) um 14 Uhr statt und richtet sich nicht nur an Senioren. Die Ordensschwester Gisela Ibele und Pfarrer Dieter Sasser von der Krankenhausseelsorge des Heilig Geist-Spitals und des Elisabethen-Krankenhauses wollen Antworten auf die Frage geben: „Stellen Sie sich vor, Jesus kommt ins EK – was würden sie ihm zeigen?“

Die Nachbarschaft zur Arche-Gemeinschaft, in der behinderte und nicht-behinderte Menschen zusammenleben, steht Pate für den Mittwochabend, bei dem um 19 Uhr Gertrud Geiger, Dekanatsseelsorgerin für Familien mit behinderten Kindern, predigen wird. Bewohner und Mitarbeiter der Arche sind durch Anspiele und Gesprächsrunden einbezogen. Übrigens gehen die Kollekten der gesamten Oktav an die Arche-Gemeinschaft.

Feuerwehr in der Kirche
In unmittelbarer Nähe zur Jodoks-Kirche befindet sich auch die Ravensburger Feuerwehrwache. Deshalb wurde Feuerwehrkommandant Claus Erb und Diözesan-Feuerwehrseelsorger Uwe Grau zum Donnerstagabend eingeladen. Pfarrer Grau ist Feuerwehrmann und Pfarrvikar in Riedlingen. Unter dem Motto „Jesus und Menschen im Ehrenamt“ stehen ab 19 Uhr Fragen auf der Agenda wie: Was würden Sie Jesus im Feuerwehrhaus in der Charlottenstraße zeigen? Zu welchem Einsatz würden Sie ihn mitnehmen? Was motiviert für den ehrenamtlichen Rettungsdienst?

„Die Stadt ins Gebet nehmen“ am Freitag um 19 Uhr in ökumenischer Weise die Franziskanerinnen von Sießen, die in der Rudolfstraße leben, der evangelische Taizé-Kreis, das überkonfessionelle Gebetshaus Ravensburg sowie das Team vom „Offene Mitte“-Gottesdienst. Musikalisch gestaltet wird der Gebetsabend von Kantor Udo Rüdinger.

Jesus und die Bauern
Die Stadtgütler feiern traditionell am Samstag, 24.1., um 9 Uhr eine Messe. Stadtgütler sind Bauern, die im Westen und Nordwesten außerhalb der Stadtmauer ihre Höfe hatten und haben. „Jesus und die Menschen der Landwirtschaft“ greift den Umstand auf, dass Jesus in seinen Gleichnissen viele Beispiele aus der Landwirtschaft verwendet hat. „Was würden Sie Jesus in ihrem Landwirtschaftsbetrieb zeigen?“ – darüber predigt Monsignore Norbert Huber; Gesprächspartner ist zudem Thomas Zimmerer von der Eselsmühle Bad Saulgau, die als Vorzeigebetrieb in Sachen tiergerechte Haltung gilt.

Einen glanzvollen Abschluss findet die Sebastiansoktav am Sonntag (25.1.) traditionell mit dem Schützengottesdienst um 9 Uhr, an der die seit 1469 bestehenden Schützengilde Ravensburg und weiteren Schützenvereine teilnehmen. Pater Joseph Kunz vom Prämonstratenser-Kloster Roggenburg spricht über „Jesus in unserer Stadt – wie können wir etwas von Jesus durchscheinen lassen“. Musikalisch gestalten den Gottesdienst die Kirchenchöre St. Jodok und Christkönig unter Leitung von Carolin Buchwald. Am Sonntagabend (19 Uhr) predigt dann Pfarrer Hermann Riedle bei der liturgischen Vesper darüber, dass „Jesus nicht nur Gast, sondern immer bei uns ist“.

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