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„Glück“ – ein Thema für den Religionsunterricht? 

70-80 Prozent aller Jugendlichen durchlaufen in ihrer Schulzeit eine berufliche Schule. Für viele überraschend ist, dass dort auch Religion zu den regulären Unterrichtsfächern gehört. Allerdings sind in den Klassenzimmern vieler Berufsschulen auch im Religionsunterricht unterschiedliche Religionen versammelt – oder Schüler sind erst gar nicht religiös erzogen. Wie können Religionslehrerinnen und -lehrer unter diesen Umständen über „Glück“, „Lebenskunst“ oder „Gott“ sprechen? Und ist „Glück“  überhaupt ein Thema für den Religionsunterricht?

Rund 50 Religionslehrerinnen und -lehrer erfuhren beim Studientag „Glück – Lebenskunst – Gott“ der beiden Tübinger Institute für berufsorientierte Religionspädagogik, EIBOR und KIBOR in Ravensburg, dass „Glück“ nicht nur in Themenwochen,  Ratgebern, als Schulfach und im Vergleich mit dem Königreich Bhutan Konjunktur hat, sondern auch ein zentrales Thema im Religionsunterricht ist. Das Unternehmen Ravensburger AG stellte mit seinen Räumlichkeiten den stimmigen Rahmen. „Viel Glück braucht viel Segen!“, so fasst es Prof. Dr. Hartmut Rupp (apl. Professor für Praktische Theologie an der Universität Heidelberg) zusammen. Sein Vortrag zum „Glück in der Bibel“, der aufzeigte, wie zentral das große und das kleine Glück in der Bibel ist, wurde von Christina Sick (Medienreferentin der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Mediendidaktik PH Weingarten) ergänzt durch Kurzfilme, mit denen Glück im Unterricht behandelt werden kann: exemplarisch unter den Aspekten von Liebe, Partnerschaft  und Sexualität, dem Zusammenhang von Leistung und Glück oder einem Leben mit Behinderungen. Bernhard Baumann (Fachleiter für Religion an beruflichen Schulen am Seminar für Lehrerbildung in Weingarten) schlug zur Umsetzung von Glück im Unterricht ein ganzheitliches Modell „mit Kopf, Herz, Hand und Mitmensch“ vor, bei dem Inhalte von vornherein von unterschiedlichen Schülern rational, darstellerisch, kreativ und im Gespräch mit Menschen außerhalb des Unterrichts erarbeitet werden.

Abschließend diskutierten die Referierenden gemeinsam mit den beiden Institutsleitern, Prof. Dr. Albert Biesinger (KIBOR) und Prof. Dr. Friedrich Schweitzer (EIBOR) wie Glück in der Spannung von Machbarkeit und Geschenk mit nichtreligiösen Schülerinnen und Schülern gelungen verhandelt werden kann.

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