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Friedlicher Blutritt bei idealem Wetter 

WEINGARTEN
Sonnenschein, blauer Himmel, angenehme Temperaturen und viele Gläubige aus aller Welt
– all dies trug zu einem rundum gelungenen Blutfreitag bei. Rund 28.000 Besucher verfolgten die größte Reiterprozession Europas im oberschwäbischen Weingarten. 2.218 Wallfahrer hoch zu Ross nahmen an der Prozession teil.

Gegen 11:15 Uhr erreichte der Heilig-Blut-Reiter Dekan Ekkehard Schmid mit der Heilig-Blut-Reliquie wieder den Klosterhof der Basilika von Weingarten. Erzbischof Stephan Burger aus Freiburg nahm die Reliquie in Empfang, während die Kirchenglocken läuteten. Im Anschluss wurde in der Basilika das Pontifikalamt gefeiert.

Der Blutritt selbst begann heute Morgen um 7:00 Uhr mit der Übergabe der Heilig-Blut-Reliquie am Kirchenportal. 100 Reitergruppen aus ganz Oberschwaben und darüber hinaus begleiteten den Heilig-Blut-Reiter auf seinem Weg durch Stadt und Fluren. Die zahlreichen Musikkapellen marschierten im Stadtgebiet mit und scherten aus, bevor die Prozession in Richtung Ösch weiterzog. Rund 28.000 Menschen aus aller Welt säumten die Wege, um den Segen der Heilig-Blut-Reliquie zu empfangen.

Die Blutfreitagsfeierlichkeiten begannen bereits an Christi Himmelfahrt mit der Festpredigt von Erzbischof Stephan Burger aus Freiburg. Anschließend zogen etwa 10.000 Gläubige in einer Lichterprozession zum Kreuzberg.

Oberbürgermeister Markus Ewald hatte Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche sowie die “Blutreiter-Veteranen” ins Rathaus eingeladen. Baden-Württembergs Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha wurde als politischer Ehrengast ebenso begrüßt wie Regierungspräsident Klaus Tappeser. Vom Rathausbalkon grüßten auch Agnieszka Brugger, Landrat Harald Sievers, Ravensburgs Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp, Dr. Kurt Sabathil, Geschäftsführer der Schwäbischen Zeitung, und weitere Mitglieder des Bundes- und Landtags. Zu Gast waren darüber hinaus Delegationen aus den Partnerstädten Mantua und Grimma. Erstmals war der neue Mantuaner Bürgermeister Mattia Palazzi zum Blutfreitag nach Weingarten gekommen. Begleitet wurde er von Assessor Andrea Murari, der im letzten Jahr die Stadt Mantua vertreten hatte.

Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte des Blutritts konnten sich drei Reiter aus Baindt, Eschach und Winterstettendorf über ein besonderes Jubiläum freuen: Sie nahmen zum 70. Mal am Blutritt in Weingarten teil. Dafür hatte das katholische Pfarramt St. Martin sogar neue Medaillen entworfen.

Sicherheit großgeschrieben

Die katholische Kirchengemeinde St. Martin als Veranstalter, die Stadt Weingarten als Betreiber, sowie Polizei, Feuerwehr, THW, Deutsches Rotes Kreuz, Festordner, Tierarzt sowie ein privater Sicherheitsdienst hatten das Sicherheitskonzept in diesem Jahr angepasst. Erstmals wurde ein Lagezentrum mit Vertretern aller Institutionen im Amtshaus eingerichtet. Erfreulicherweise kam es zu keinen Zwischenfällen. Auch Tierarzt Dr. Christoph Ganal bestätigte einen überdurchschnittlich ruhigen Blutfreitag.

 

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