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Etwa 350 Sternsinger zogen durch Ravensburg 

„Spaß mit Segen“ – so lassen sich die Erfahrungen der rund 350 Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen beschreiben, die in der ersten Januarwoche bei klirrender Kälte und Schnee durch die Straßen in ganz Ravensburg gezogen sind. Sie brachten als Sternsinger Segenswünsche zu unzähligen Einwohnern und sammelten gleichzeitig Spenden für Kinder vornehmlich in Afrika. Fast 62.000 Euro kamen so zugunsten der bundesweiten Sternsingeraktion zusammen, die die Gelder an Hilfsprojekte weiterleitet.

Entsprechend lautete auch das Motto der Aktion: „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“. Die Gesamtsumme ist etwas niedriger als im Vorjahr, was nach Auskunft der erwachsenen Begleiter u. a. mit dem schönen Wetter am Dreikönigstag (6. Januar) zusammenhängen könnte, weil viele Bürger unterwegs und damit nicht anzutreffen waren. Doch erfahrungsgemäß kommen anschließend immer noch weitere Spenden per Überweisung oder z. B. bei Besuchen in Kindergärten zusammen.

Den prominentesten Zuhörer traf eine Gruppe der Gemeinde St. Christina an: Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp erhielt nicht nur ein „Ständchen“, sondern auch das Segenszeichen an seine Haustür „C+M+B“ und die Jahreszahl 2017. Hinter der Abkürzung verbirgt sich der lateinische Segenswunsch „Christus segne dieses Haus“. Die 24 Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren und 10 Begleiter besuchten in fünf Gruppen an drei Tagen alle Häuser im Gemeindegebiet St. Christina und sammelten knapp 5.400 Euro.

Süßis werden geteilt
Ebenfalls drei Tage waren die 17 Sternsinger in Christkönig unterwegs und ersangen in ca. 250 Haushalten ca. 5.200 Euro. Sie machten auch Station in der Flüchtlingsunterkunft in der Springerstraße und verteilten dort Süßigkeiten an die Kinder. Und von den süßen Sachen, die sie selber erhalten haben, gingen wie bei anderen Gemeinden auch prallgefüllte große Einkaufstaschen an den Tafelladen.

In St. Jodok gab es heuer neben zwei Kinder- auch zwei Erwachsenengruppen, die zwei Tage dem kalten Wetter trotzten und u. a. im Altenheim einen Besuch abstatteten. Schließlich kamen in den Büchsen fast 3.600 Euro zusammen. Ein Altersheim, das Elisabethen-Krankenhaus und Kindergärten standen auch auf dem Besuchsplan der Segensbringer aus der Liebfrauengemeinde. Zwei Tage lang zogen die ca. 20 Kinder und Begleiter umher und sammelten bei  150 bis 200 Adressen an die 3.000 Euro.

Hochburg Obereschach
Mehr als 17.400 Euro lautet das Ergebnis in der Obereschacher Kirchengemeinde St. Johannes, in der mehr als 100 als Könige verkleidete Kinder und Jugendliche in 24 Gruppen flächendeckend rund 1.000 Haushalte besuchten. Zu einer Visite kamen sie auch zum Rathaus in Oberhofen. Eindrucksvoll ist auch immer der Aussendungsgottesdienst mit der kompletten „Mannschaft“. Die gesammelten Gelder gehen an zwei Patres, die sich in einem Partnerprojekt in Tansania dafür einsetzen, dass Kinder dort täglich eine warme Mahlzeit, eine Schul- und Berufsausbildung erhalten.

Besuch bei Kaninchenzüchtern
Eine logistische Meisterleistung sind die Sternsingeraktionen allemal, was vor allem durch die Fahrdienste der Eltern und erwachsener Helfer ermöglicht wird. Das galt z. B. für Gornhofen und Umgebung, wo zwei Gruppen mit Autos auch entlegenere Höfe besuchten. Zwölf Könige im Alter bis 14 Jahren konnten so gut 2.600 Euro sammeln.

Für die leibliche Stärkung sorgten in Oberzell wie andernorts fleißige Helferinnen und Helfer. An zwei Tagen waren insgesamt 40 Kinder und erwachsene Begleiter in der Gemeinde unterwegs. Zum Gesamtergebnis von ca. 4.900 Euro steuerte auch der Abstecher bei der Kreisschau der Kaninchenzüchter in der Schussentalhalle etwas bei. Gegen die Kälte sangen auch die rund 30 Akteure in Weißenau an. Die Besuche bei 450 Adressen brachten insgesamt 5.600 Euro zugunsten der Hilfsprojekte.

Stärkung im Rathaus
Die 15 Sternsinger von Bavendorf begeisterten wie Gruppen in anderen Gemeinden auch die Gottesdienstbesucher. Belohnt wurden sie bei dem eiskalten Wetter „durch herzerwärmende Begegnungen“ bei den besuchten Häusern und einem Spendenergebnis von über 3.600 Euro. Im Rathaus lud Ortvorsteher Vinzenz Höss im Sitzungssaal zu Berlinern und Getränken ein. In einer Abschlussrunde sammelten die Kinder Ideen, was sie selber gegen den Klimawandel unternehmen könnten.

Auch in Taldorf waren die 16 Kinder und Jugendlichen in vier Gruppen mit Autos unterwegs. Leute, die nicht zu Hause waren, hatten teilweise ihre Gaben für die Sternsinger vor der Haustüre deponiert. Zusammen kamen gut 2.800 Euro. In Schmalegg waren an die 20 Sternsinger an zwei Tagen jeweils sieben Stunden aktiv – Resultat: 3.500 Euro.

Aktion in der Verlängerung
Wie andernorts teilweise auch gingen einige der Sternsinger auch in der Weststadt-Gemeinde Dreifaltigkeit am Montag nach den Schulferien in die Verlängerung und besuchten Kindergärten sowie die Schule. Die Kinder in fünf Gruppen, unter ihnen auch zwei aus Syrien stammende „Könige“, kamen bereits ohne diese Zugaben auf ein Sammelergebnis von fast 4.100 Euro, davon geht je die Hälfte an Projekte der bundesweiten Sternsingeraktion und an die Entwicklungshilfeorganisation NETZ in Bangladesch.

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