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Energiewende-Barometer* 2018 

WEINGARTEN
Die Ergebnisse des Energiewende-Barometers 2018 zeigen, dass auch bei den regionalen Unternehmen die Akzeptanz für die Energiewende schwindet. Für 41 Prozent der Unternehmen ist der Aufbau eigener Energieversorgungskapazitäten eine realisierte, laufende oder geplante Maßnahme. „Viele Unternehmen fragen aber vor allem nach den rechtlichen Rahmenbedingungen, wenn sie eine Photovoltaik- oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlage installieren möchten. Die Komplexität hat hier mit den gesetzlichen Novellen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen“, so Stefan Kesenheimer, Referent für Energie und Umwelt bei der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK), „diese sind zum Beispiel die Belastung des eigengenutzten Stroms mit der EEG-Umlage, die Drittstrombelieferung und die dazugehörenden Messeinrichtungen oder auch das kommende Marktstammdatenregister.“ Für die Industrie ist dies nicht nur ein Kostenfaktor, sondern erzeugt auch einen hohen bürokratischen Aufwand. Die Unternehmen fordern daher eine bessere Abstimmung der politischen Maßnahmen, um mehr Rechts- und Planungssicherheit zu haben.

Rund 88 Prozent der Unternehmen geben an, Effizienztechnologien einzusetzen oder bereits konkrete Maßnahmen umgesetzt zu haben. Dieser Wert ist seit drei Jahren nahezu gleichbleibend. In den drei Landkreisen wurden Investitionsmaßnahmen für effiziente Technologien oder Betriebsgebäude im Jahr 2017 für kleine und mittelständische Unternehmen mit rund 71 Millionen Euro von der L-Bank gefördert. Dieser Trend lässt sich auch für das erste Halbjahr 2018 mit rund 48 Millionen Euro bestätigen. Auch die Elektromobilität ist bei den regionalen Unternehmen ein großes Thema. Rund 47 Prozent der Unternehmen wollen Elektrofahrzeuge anschaffen oder haben solche bereits im Fuhrpark. Gleiches gilt für den Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. „In unseren Energieeffizienznetzwerken wurde dies auch schon häufig intensiv diskutiert. Das Interesse ist sehr groß. Viele Unternehmer beschäftigen sich mit der Ladetechnik und planen Maßnahmen“ so Kesenheimer.

Insgesamt bewerten rund 17 Prozent der Unternehmen die Auswirkungen der Energiewende als positiv. 25 Prozent der Unternehmen schätzen die Entwicklungen negativ ein. Der Rest bewertet die Energiewende aktuell neutral. Die Zahlen zeigen, dass das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Energiepolitik fragil ist. Die IHK fordert deshalb einen verlässlichen gesetzlichen Rahmen für die Zukunft, damit die Unternehmen Rechtssicherheit bei der Umsetzung von Maßnahmen haben.

*Mit dem IHK-Energiewende-Barometer werden seit 2013 bundesweit Unternehmen zu verschiedenen Themenbereichen der Energiewende befragt. Das bundesweite Ergebnis und die Zusammenfassung aus Baden-Württemberg von 2018 stehen unter www.weingarten.ihk.de, Nr. 4217488. zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

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