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Berufsnachwuchspreis geht an Jule Sonntag von der Oberschwabenklinik

Rotary-Präsident Joachim Dufner übergibt der Jahrgangsbesten Jule Sonntag den Pflegepreis 2022. Bild:OSK

KISSLEGG  – Eine 1,0 nach der anderen: nicht nur mit ihren sehr guten Noten in der mündlichen, schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung konnte Jule Sonntag punkten. Auch wegen ihres sozialen Engagements erhielt die im Westallgäu-Klinikum examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin den Rotary-Pflegepreis mit einem Preisgeld von 750 Euro. In Anerkennung besonderer beruflicher Leistung verleiht der Rotary-Unterstützungsverein Wangen-Isny-Leutkirch e.V. bereits seit Jahren Preise für Auszubildende im Handwerk, in technischen und kaufmännischen Berufen. Dieses Jahr wird zum ersten Mal auch für Pflege und Erziehung ein Preis verliehen.

Im Neuen Schloss Kißlegg fanden sich 60 Gäste zusammen, um vier Preisträgerinnen und einen Preisträger zu würdigen. Neben Rotary-Präsident Joachim Dufner und der Leiterin des Rotary-Berufsdienstes Dr. Brigitte Schuler-Kuon, war auch Kißleggs Bürgermeister Dieter Krattenmacher anwesend. Jule Sonntag wurde von einer ganzen Mannschaft der Oberschwabenklinik und der Pflegeschule Wangen unterstützt. Neben der Pflegedienstleiterin Jennifer Paul und den Lehrkräften, die sie bei ihrem Einstieg ins Berufsleben begleitet haben, war auch das Leitungsteam der Anästhesie und der Intensivstation dabei, auf der die 22-jährige jetzt arbeitet.

„Pflege ist so vielfältig, wie das Leben selbst“, bekundet OSK-Geschäftsführer Michael Schuler in seinem Vortrag über die „Pflegeausbildung 2.0“. Nicht nur Digitalisierung und Virtual Reality gehören zur Zukunft der Pflege. Auch ein Perspektivwandel gehe gerade vonstatten. Über verschiedene Eintrittswege sollen Pflegeberufe zukünftig den unterschiedlichsten Menschen zugänglich gemacht werden. Die Ausbildung werde individueller, kritisches Denken und das Treffen eigener Entscheidungen werden vorangetrieben.

In diesem Jahr war die Jahrgangsbeste aller Alten- und Krankenpflegekräfte im württembergischen Allgäu eine Mitarbeiterin der Oberschwabenklinik. „Wir haben vom Rotary-Club eine Anfrage erhalten, ob es bei uns Auszubildende mit herausragenden Leistungen gibt“, erzählt Dorothee Maurer, Leiterin der Pflegeschule Wangen. „Ich habe daraufhin den Kontakt zu Frau Sonntag hergestellt. Sie hatte das Examen nicht nur mit Bestnoten bestanden, sondern setzte sich auch in besonderer Weise für Ihre Mitschüler ein.“ In ihrer Freizeit habe sie viele Male andere Auszubildende mit Nachhilfeunterricht unterstützt. Alle seien sehr stolz auf die gebürtige Kißleggerin und froh, mit ihr eine professionelle, engagierte und herzensgute Kollegin gewonnen zu haben.

 

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