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Augsburg konsequent, Towerstars mit viel Moral 

Die Ravensburg Towerstars haben gegen den DEL-Club und Kooperationspartner Augsburger Panther mit 3:5 den Kürzeren gezogen. Die knapp 1400 Zuschauer dürften ihr Kommen aber nicht bereut haben, denn die Towerstars legten im Schlussabschnitt eine starke Aufholjagd hin.

Viel Beifall gab es beim Einlauf nicht nur für Matthias Nemec, der seinen 24. Geburtstag feierte, sondern auch für Alex Leavitt. Der kanadische Stürmer war am Samstag in Ravensburg angekommen und wurde von Trainer Daniel Naud zusammen mit Shawn Weller und Radek Krestan in die erste Sturmreihe beordert. In den Startminuten war aus Ravensburger Sicht eine Mischung aus Respekt und Abwarten im Spiel, die Gäste zeigten auch alsbald ihre spielerische Klasse – vor allem aber Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Nach knapp sechs Minuten wurde Raphael Kaefer vor dem Ravensburger Tor einen Moment außer Acht gelassen, gegen den Schuss aus kurzer Distanz hatte Towerstars Keeper Christian Rohde keine Chance.

Danach lief es für die Oberschwaben aber dann doch besser, sie versuchten mit solide aufgebauten Pässen den Puck in die gegnerische Zone zu bringen, Shawn Weller hatte nach schöner Kombination auch durchaus die gute Gelegenheit auf den Ausgleich. Gute Chancen gab es auch direkt im Anschluss, als T.J. Trevelyan auf die Strafbank musste und Markus Keller im Augsburger Tor mehrfach im Brennpunkt stand. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als die Towerstars dem Ausgleich um Zentimeter nahe waren, schlug die Scheibe auf der Gegenseite sein. Breitkreuz hatte abgezogen, wieder hatte Christian Rohde keine Abwehrchance.

Im zweiten Abschnitt bekamen die Towerstars bereits nach 17 Sekunden die Möglichkeit, mit einem erneuten Powerplay den ersten Treffer zu markieren. Wieder lief die Scheibe flüssig durchs gegnerische Drittel, doch Augsburgs Torhüter Keller war auf dem Posten. Das Spiel war jetzt hart umkämpft und verstärkt von Strafzeiten geprägt. Für die Bemühungen der Towerstars war dies leider nicht förderlich. In der 36. Minute erhöhte Fabio Carciola prompt und kompromisslos auf 0:3. Als Brian Roloff wegen Stockschlags auf die Strafbank musste, erhöhte 51 Sekunden vor der zweiten Pause Andy Reiss per Überzahltreffer auf 0:4.

Das Schlussdrittel startete aus Ravensburger Sicht wenig aufmunternd, denn Adrian Grygiel traf nach nur 51 Sekunden gar auf 0:5. Doch dann schlug die Stunde der Ravensburger Special-Teams. Eine 5-Minuten Strafzeit gegen Connolly lief noch, dazu gesellte sich Ivan Ciernik in die Kühlbox.  In doppelter Überzahl ließ sich Alex Leavitt nicht zweimal bitten und donnerte die Scheibe in den linken Torwinkel.

Der Jubel von den Rängen wirkte wie ein Funkten für das Feuerwerk, das die Towerstars im weiteren Verlauf des Schlussabschnitts abbrannten. Nur zwölf Sekunden nach dem Anspielbully drosch Maury Edwards die Scheibe aus halbrechter Position in die Maschen, weitere 56 Sekunden später ließ Stefan Langwieder Tor Nummer drei folgen. Lang war es aufgrund des derben Spielstands auf den Tribünen ruhig gewesen, doch jetzt schwappte die Begeisterung auf das Eis über. Getragen von den Fans nahmen die Towerstars das gegnerische Tor fast im Sekundentakt unter Beschuss, doch es sollten keine weiteren Treffer mehr gelingen.

Letztlich blieb es beim 5:3 Erfolg für den DEL-Ligisten, der aufgrund der größeren Spielanteile und konsequenten Chancenauswertung sicherlich auch in Ordnung ging. Die Towerstars überzeugten aber durch eine starke Moral und ein attraktives Überzahlspiel, das Augsburg mächtig in Bedrängnis brachte.

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