Ihre Nachrichten und Infos aus Ravensburg und der Region|Montag, September 23, 2019
Sie befinden sich: Home » Aktuelles » Abgeordnete diskutieren über EEG

Abgeordnete diskutieren über EEG 

Am 15. Juni trafen sich auf Drehers Erlebnishof in Lampertsweiler (Bad Saulgau) mehrere CDU-Abgeordnete mit Betreibern von Biogas-Anlagen aus der Region. An dem Treffen teil nahmen die Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß, Waldemar Westermayer und Josef Rief sowie die Landtagsabgeordneten Klaus Burger und Thomas Dörflinger. Thema war die Fortschreibung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes, kurz EEG.

Die Betreiber der Biogas-Anlagen schilderten zunächst ihre Situation und machten deutlich, welche Folgen der derzeitige Gesetzentwurf für ihre Anlagen hätte: nämlich überwiegend das Aus. Schon jetzt machten ständig neue Auflagen immer höhere Investitionen nötig. Käme dann noch eine niedrigere Vergütung hinzu, rechneten sich die Anlagen bald nicht mehr.

Ein weiteres Problem sei die geplante Ausschreibung des Stromvolumens aus Biomasse. Wie im Koalitionsausschuss vereinbart, ist es auf 150 MW pro Jahr (für 2017-2019) bzw. 200 MW (für 2020-2022) festgelegt. Bei den Ausschreibungen würden jedoch kleinere Anlagen, wie sie vor allem im Süden verbreitet sind, mit den Angeboten von großen Betrieben nicht mithalten können. Um dem entgegenzusteuern, wurde vorgeschlagen, die Angebote durch einen Korrekturfaktor zu teilen. Dann hätten auch kleinere Biogas-Anlagen die Chance, einen Zuschlag zu erhalten.

Nach den Schilderungen der Betreiber stellten die Politiker Fragen und nahmen zum aktuellen Gesetzgebungsverfahren Stellung. Thomas Bareiß, Energiebeauftragter der CDU/CSU-Fraktion, zeigte sich dabei kämpferisch: Er habe immer für Stromerzeugung aus Biogas gekämpft. Jetzt gelte es zu verhindern, dass aus hochwertigen Anlagen in der Region wertlose Ruinen würden. Das könne doch niemand wollen.

Sein Fraktionskollege Waldemar Westermayer ergänzte: „Gerade bei uns im Süden gibt es viele hervorragende Beispiele dafür, wie aus Biomasse Energie gewonnen wird. Dabei kommen nicht nur – wie oft behauptet – Raps und Mais zum Einsatz. Auch aus Pferde-, Rinder-, Schweinemist und Gülle wird Strom erzeugt. Wenn wir wirklich ernsthaft die Energiewende erreichen wollen – und nach den ganzen verheerenden Unwettern wird sich keiner mehr dagegen aussprechen – müssen wir alles nutzen, was wir an klimafreundlichen Technologien haben. Einseitig auf Wind und Sonne zu setzen ist der falsche Weg.“

Print Friendly, PDF & Email

Unser Webseitenangebot setzt Cookies ein, damit Ihnen ein optimiertes Surfen ermöglicht wird. Zudem kann die Schaltung von Werbeflächen zielgerichtet auf Ihre Interessen abgestimmt werden. Durch die weitere Nutzung dieser Webseite sind Sie mit der Verwendung von "Cookies" einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen